Trauer nach Helikopterabsturz bei Kiew - Selenskyj lässt Geheimdienst ermitteln

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Von Isidro Murga
Teile eines Hubschraubers am Kindergarten, der am Stadtrand von Kiew abgestürzt ist
Teile eines Hubschraubers am Kindergarten, der am Stadtrand von Kiew abgestürzt ist   -   Copyright  Daniel Cole/Copyright 2023 The AP. All rights reserved

Kurz nach der Bombardierung des Wohnblocks im ukrainichen Dnipro die nächste Tragödie - bei dem Hubschrauberabsturz bei Kiew hat es 14 Tote und 25 Verletzte gegeben. Der Helikopter war in einem Wohngebiet bei einem Kindergarten in der Kleinstadt Browary abgestürzt - es starben auch vier Kinder, Elf wurden verletzt. 

Glib Kasyan leistete erste Hilfe:"Wir hatten drei Kinder, eines hatte Verbrennungen am Kopf, wirhaben geschaut, ob es ihm gut ging. Ein anderes Mädchen hatte Schnittwunden und blaue Flecken. Wir haben die Wunden mit Peroxid behandelt, Verbände angelegt, haben ihnen Süßigkeiten gegeben und Zeichentrickfilme angemacht. Dann haben wir ihre Eltern und Lehrer gefunden."

Anna Tochter Victoria hat überlebt: "Wir hatten unser Kind dort im Kindergarten. Sie ist am Leben, Gott sei Dank. Es ist einfach schockierend. Wir sind vor einem Jahr hierher geflohen, nachdem unser Haus beschädigt wurde. Einfach schockierend. Die Hauptsache ist, dass unser Kind am Leben geblieben ist."

Die Führungsriege des ukrainischen Innenministeriums war an Bord, der Helikopter sei auf dem Weg zu einem Frontabschnitt gewesen. Der 42 Jahre alte Innenminister Denys Monastyrsky, sein erster Stellvertreter und der Staatssekretär für innere Angelegenheiten kamen ums Leben.

Die Absturzursache war zunächst unklar. Der Hubschrauber-Typ gilt als nicht besonders zuverlässig. Auch ein Abschuss des Helikopters wurde nicht ausgeschlossen. Präsident Selenskyj hat den Geheimdienst mit den Absturz-Ermittlungen beauftragt.