Ironie der Geschichte: Befreier Russland nicht zu Holocaust-Gedenken in Auschwitz eingeladen

Wolodymyr Selenskyj am Holocaust-Gedenktag in Babyn Yar in der Ukraine
Wolodymyr Selenskyj am Holocaust-Gedenktag in Babyn Yar in der Ukraine Copyright AFP screenshot
Von Euronews mit AFP
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Beim Gedenken an den #Holocaust in Auschwitz nahmen wegen des Kriegs in der Ukraine erstmals keine Vertreter Russlands. Eine Überlebende sprach von der Ironie der Geschichte. #WeRemember

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In der Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj, der aus einer jüdischen Familie stammt, am Holocaust-Gedenktag Babyn Yar (auch: Babi Jar) besucht. Dort wird an die 30.000 ukrainischen Juden erinnert, die von den deutschen Nazis ermordet wurden. Babyn Yar liegt in einem Vorort von Kiew - hier wurde 1941 ein Massaker an der jüdischen Bevölkerung verübt.

Im vergangenen März wurde die Gedenkstätte von einer russischen Rakete getroffen.

"Russland hat uns hier befreit und jetzt führt es Krieg gegen die Ukraine"

In Auschwitz gedachten viele der 6 Millionen Juden, die wegen Hitlers Wahn ihr Leben verloren.

Eine Überlebende des Todeslagers sprach von der Ironie der Geschichte. 

Zdzislawa Wlodarczyk, die die Inhaftierung in Aschwitz überlebt hat, sagte: "Heute, da ich hier in Auschwitz-Birkenau stehe, bin ich entsetzt über Berichte von einem Krieg so nah bei uns. Russland hat uns hier befreit und führt jetzt einen Krieg gegen die Ukraine. Warum eigentlich? Warum gibt es so eine Politik?"

Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg waren keine Vertreter Russlands zu dem Gedenken in Auschwitz eingeladen.

Auch im Bundestag in Berlin fand eine Gedenkveranstaltung statt - diese stand im Zeichen des Erinnerns an die Opfer der LGBT-Community, die von den Nazis ebenfalls verfolgt wurden.

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