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Babi Jar, Holocaust der Kugeln: Schwieriges Gedenken in der Ukraine

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Von Olga Kepinski
Babi Jar, Holocaust der Kugeln: Schwieriges Gedenken in der Ukraine
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Am 29. und 30. September 1941 wurden in der Schlucht von Babij Jar in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew mehr als 33 000 Juden hingerichtet - einer der größten Massenmorde des Holocaust. Babi Jar ist der bekannteste Ort des Holocausts in der Ukraine. Die Erinnerung daran wurde lange verdrängt. Jetzt wird ein offizielles Museum zur Erinnerung an die Opfer geplant. Eine europäische Delegation hat den Ort besucht. 

Es ist ein Massengrab. Und jahrelang war Babi Jar nicht bekannt. Wir wussten nicht, was hier geschah, weil es während der Sowjetzeit, aber auch danach von der Ukraine verschwiegen wurde.
Yossi Lempkowicz
Chefredakteur der European Jewish Press

Eine europäische Delegation ist hier, zum Gedenken, auch angesichts einer wachsenden Kriegsgefahr.

Man weiß nie, was in einer Kriegssituation passieren kann, was von einem Tag auf den anderen, passieren kann. Die Juden, die früher hier lebten, hatten auch keine Vorstellung davon, dass sie hier eines Tages abgeschlachtet werden würden.
Alexander Benjamin
Direktor der European Jewish Association

Die Ukraine möchte Babi Jar zu einer Gedenkstätte machen, wo auch die eigenene Rolle hinterfragt wird, wo Weichen gestellt wer­den für die sich ­entwickelnde nationale Identität.