Terror in Jerusalem: Netanjanu verspricht schnelle und präzise Antwort

Regierungschef Netanjahu und Finanzminister Smotrich am 25. Januar in Jerusalem
Regierungschef Netanjahu und Finanzminister Smotrich am 25. Januar in Jerusalem Copyright RONEN ZVULUN/AP
Von Euronews mit AP, dpa
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Als Reaktion auf die beiden Anschläge in Ost-Jerusalem hat das israelische Sicherheitskabinett getagt und neue Maßnahmen gegen militante Palästinenserinnen und Palästinenser sowie deren Familien bekanntgegeben.

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Stilles Gedenken am Tatort. Nach dem Anschlag vor der Synagoge in Ost-Jerusalem, bei dem sieben Israelis getötet wurden, herrschen Trauer und Wut. Samstagabend konnten offenbar zwei weitere Attentate im Westjordanland verhindert werden, die genauen Umstände sind unklar.

In einem Fall nahe Nablus neutralisierten Wachleute nach eigenen Angaben einen Angreifer in einer Siedlung. In einem Restaurant in Jericho fiel folgenlos ein Schuss, der mutmaßliche Schütze flüchtete nach Angaben des israelischen Militärs. Möglicherweise hatte seine Waffe Ladehemmung.

Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte nach einer Sitzung des Sicherheitskabínetts neue Maßnahmen zur Terror-Bekämpfung an, die sich auch gegen Angehörige von militanten Palästinenserinnen und Palästinensern richten: "Unsere Antwort wird stark, schnell und präzise sein. Wer auch immer versucht, uns zu schaden - wir werden ihm und jedem, der ihm hilft, Schaden zufügen. Wir haben bereits viele Verhaftungen von Unterstützern, Helfern und Anstiftern von Terroristen durchgeführt. Wir setzen Kräfte ein, wir verstärken die Kräfte und wir tun es in verschiedenen Bereichen. Wir werden die Häuser von Terroristen in einem beschleunigten Verfahren versiegeln und zerstören, um von denjenigen, die den Terrorismus unterstützt haben, einen zusätzlichen Preis zu fordern. Dieser Prozess hat bereits gestern begonnen und ist im Gange."

Der von Pasanten überwältigte 13-jährige Palästinenser, der einen israelischen Vater und dessen Sohn in Ost-Jerusalem auf offener Straße durch Schüsse verletzte, wird ebenfalls in einem Krankenhaus behandelt. 

Zunächst hatte es offiziell geheißen, der Teenager sei "neutralisiert" worden. Vater und Sohn erlitten mittelschwere und schwere Verletzungen, schweben aber nicht in Lebensgefahr. Unklar ist, wie der 13-Jährige an seine Schusswaffe gelangte und um welche Art Waffe es sich handelte.

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