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Wagenknecht und AfD unter dem Einfluss von Putin und dem Kreml?

Wladimir Putin in seiner Residenz bei Moskau am 21. April 2023
Wladimir Putin in seiner Residenz bei Moskau am 21. April 2023 Copyright Aleksey Babushkin/Copyright 2023 Sputnik
Copyright Aleksey Babushkin/Copyright 2023 Sputnik
Von Euronews mit Washington Post
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Laut Washington Post legen Geheimdokumente offen, dass Russland monatelang versucht hat, eine Anti-Kriegs-Koalition aus der Linken Sahra Wagenknecht und der AfD in Deutschland zu bilden.

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Dass Russland über das Internet und die sozialen Medien versucht, Menschen weltweit auf die Seite von Präsident Wladimir Putin zu ziehen, ist nicht neu. Schon seit Jahren ist bekannt, dass der Putin-Vertraute und Chef der Wagner-Söldner Jewgeni Prigoschin eine sogenannte "Troll-Fabrik" in St. Petersburg betrieben hat.

Doch laut einem Bericht der Washington Post zeigen vor Kurzem aufgetauchte Geheimdokumente auf, dass der Kreml versucht hat, in Deutschland eine Anti-Kriegs-Koalition - bestehend aus der Linken Sahra Wagenknecht und ihren Anhänger:innen und der rechtspopulistischen AfD - zusammenzuführen. Damit soll der Versuch unternommen worden sein, mindestens 10 Prozent der Deutschen auf die Seite Russlands zu ziehen.

Zwar soll nicht unbedingt Sahra Wagenknecht selbst, aber mindestens eine Person aus ihrem engen Umfeld und mehrere AfD-Mitglieder sollen Kontakt zu russischen Beamten unterhalten haben, als die Pläne im Sommer 2022 ausgearbeitet wurden. 

Die BILD schreibt im Internet von einem "Putsch Plan" Putins für Deutschen.

Journalisten der linken Berliner Wochenzeitung "Jungle World" mutmaßen, dass es sich bei der Kontaktperson aus dem Umfeld von Wagenknecht um einen ehemaligen Lebensgefährten der Politikerin handelt, den sie als "irren Reichsbürger-Ex" bezeichnen.

Ziel des Kreml: Unterstützung für die Ukraine untergraben

Sergej Kirijenko, der Vize-Chef der russischen Präsidialverwaltung soll erklärt haben, wie wichtig Deutschland bei der Diskreditierung der westlichen Unterstützer-Staaten der Ukraine sei. Ziel der Beeinflussung der öffentlichen Meinung in Deutschlanddurch den Kreml war es  laut Washington Post, Europas Unterstützung für die Ukraine zu untergraben und die Deutschen glauben zu lassen, dass ihnen die Sanktionen gegen Russland schadeten.

Bei einer Demonstration in Berlin - die von Linken um Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer organisiert war - hatten Ende Februar 2023 auch Mitglieder und Sympathisant:innen der AfD mitgemacht. Auch die Petition für "Friedensverhandlungen" hatten Menschen aus sehr verschiedenen politischen Lagern unterzeichnet.

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