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Tschechisch-ukrainischer Chor "Sonnenblume" singt für die Heimat in Not

Die Frauen des Chors "Sonnenblume" in Tschechien
Die Frauen des Chors "Sonnenblume" in Tschechien Copyright Euronews
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Von Jiri Skacel
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In Litomysl in Tschechien haben sich Einwohnerinnen und Frauen, die aus der Ukraine geflohen sind, zu einem Chor zusammengetan. Bei ihren Auftritten verkaufen sie Handgemachtes. Mit dem Erlös kaufen sie das, was Menschen in der Heimat Freude bereitet.

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Der tschechisch-ukrainische Chor Sonyashnyk, zu deutsch Sonnenblume, singt für Menschen in der Ukraine. In Litomysl in Tschechien haben Frauen aus dem von Russland überfallenen Land Zuflucht gefunden, weit weg von ihrer Heimat und ihren Lieben. Zusammen singen die Frauen Lieder aus ihrer Kindheit, auf ukrainisch, tschechisch, aber auch auf polnisch.

Während ihrer Benefizkonzerte verkaufen sie T-Shirts, Taschen und Armbänder, verziert mit Motiven aus der ukrainischen Heimat. Die Einnahmen gehen an Menschen in der Heimat. 

Socken und Taschenlampen für Menschen in der Ukraine

"Am Anfang stand einfach die Idee, gemeinsam zu singen, zum Spaß. Dann wurde klar, dass wir damit auch Geld einnehmen können. So können wir Dinge kaufen, die die Menschen in der Ukraine brauchen, Hygieneprodukte, Socken und ähnliches", so Chorleiterin Martina Sirova. 

Es geht um kleine Dinge, um Helfer im Alltag: Taschenlampen, Ladegeräte, Essen oder Süßigkeiten - für Menschen an der Front oder in den Schutzräumen der ukrainischen Städte.

Die meisten Frauen aus der Ukraine kamen zusammen mit ihren Kindern nach Tschechien, aber ohne ihre Männer.

Pakete und Nachrichten sollen Kämpfern Mut machen

"Wenn wir die Sirenen hörten, sind meine Kinder und ich sofort in die Tiefgarage gegangen, vor allem damit sie keine Angst haben. Das ist mein Sohn, hier meine Tochter und ihre Cousine", so Chormitglied Lena Koinova und zeigt Bilder von den Kindern auf ihrem Smartphone. 

Die Frauen verschicken Pakete - und legen persönliche Nachrichten bei an jene, die für die Freiheit der Ukraine kämpfen. Eine davon lautet: "Passt auf Euch auf und kommt siegreich zurück. Wir warten auf Euch."

Vor Ort in Litomysl war euronews-Reporter Jiri Skacel: 

"Inter Arma Silent Muse - ein lateinisches Sprichtwort besagt: Im Krieg schweigt die Muse. Doch hier ist es anders. Hier hingegen ist die Kunst ein Geschenk an jene, die sie brauchen können."

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