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Der alte ist auch der neue: Doch bleibt nach Erdoğans Wiederwahl alles beim Alten?

Der alte ist der neue: Erdoğan bleibt türkischer Präsident
Der alte ist der neue: Erdoğan bleibt türkischer Präsident Copyright Emrah Gurel/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
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Von Euronews
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Am Bosporus nichts Neues: Erdoğan gewinnt die Präsidentenwahl. Doch die Opposition erzielt ihr bestens Ergebnis der letzten 14 Jahre.

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Auf den Straßen der großen Städte wie Ankara und Istanbul herrschte Feierstimmung nach der Bekanntgabe des Sieges von Präsident Recep Tayyp Erdoğan für eine dritte Amtszeit am Ende einer Wahl, die eine noch nie dagewesene zweite Runde erzwang. Der konservative und pro-islamische Erdoğan gewann mit einem Vorsprung von nur vier Prozentpunkten vor dem säkularen Mitte-Links-Oppositionskandidaten Kemal Kılıçdaroğlu.

Erdoğan sprach in der Wahlnacht vor dem Präsidentenpalast in Ankara, wo sich mehrere zehntausend Anhänger versammelt hatten und wo er zur Einheit aufrief:

„Es ist an der Zeit, sich zu vereinen und sich auf unsere nationalen Ziele und nationalen Träume zu konzentrieren und alle Diskussionen und Streitigkeiten über die Wahlperiode beiseite zu lassen.“

Obwohl die Beziehungen der Türkei zu einem Großteil der internationalen Gemeinschaft angespannt sind, haben mehrere Staats- und Regierungschefs der Welt Erdoğan zu seiner Wiederwahl gratuliert und ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit gezeigt: von Lula da Silva bis Emmanuel Macron, von Olaf Scholz bis Joe Biden, Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskij.

Bestes Ergebnis für Opposition seit 14 Jahren

Im Lager der Opposition zieht man Bilanz über das beste Ergebnis seit Erdoğans Amtsantritt vor 14 Jahren. Kemal Kılıçdaroğlu glaubt, dass der Wandel bald kommen wird: 

„Jetzt habe ich eine Bitte an euch, für euch selbst, für eure Kinder, für die Rentner, für unsere Mütter und Väter, für unsere Bauern und Geschäftsleute, unterstützt den Kampf für die Demokratie.“

Bei diesen Wahlen führte Kılıçdaroğlu eine Koalition an, die praktisch die gesamte Opposition gegen den derzeitigen Präsidenten vereinte. Eine Opposition, die mit Blick auf die nächsten Wahlen, die in fünf Jahren stattfinden, geeint bleiben sollte.

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