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Eskalation im Kosovo: NATO entsendet 700 Soldaten als Verstärkung

KFOR Truppen bewachen ein städtisches Gebäude in Zvecan am 30. Mai 2023
KFOR Truppen bewachen ein städtisches Gebäude in Zvecan am 30. Mai 2023 Copyright Bojan Slavkovic/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
Copyright Bojan Slavkovic/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
Von Euronews mit AP, dpa
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Gewalttaten gegen Bürger und die KFOR-Truppen seien absolut inakzeptabel, sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell in Brüssel. Sie führten "zu einer sehr gefährlichen Situation".

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Angesichts der anhaltenden Spannungen im Norden des Kosovo verstärkt die Nato ihre KFOR-Truppe vor Ort um 700 Soldatinnen und Soldaten. Das entsprechende Kommando in Neapel erklärte, mehrere Verbände aus der Bereitschaft zu entsenden.

Zuvor hatte die Europäische Union die Gewaltausbrüche vom Montag scharf verurteilt. Der europäische Spitzendiplomat Josep Borrell rief eindringlich zum Dialog zwischen Serben und lokalen albanischen Behörden auf, um eine Wiederholung der Gewalttaten vom Montag zu vermeiden. 

Dutzende von Nato-Friedenssoldaten wurden am Montag bei Zusammenstößen mit militanten ethnischen Serben verletzt, die gegen die Übernahme von Gemeinden durch albanische Bürgermeister protestierten. Die entsprechende Wahl hatten die meisten ethnischen Serben boykottiert.

"Verantwortungsbewusst handeln"

Josep Borrell verurteilte die Gewalt: "Als ersten Schritt erwarte ich von den kosovarischen Behörden, dass sie den Polizeieinsatz, der sich auf die kommunalen Gebäude im Norden des Kosovo konzentriert, aussetzen und dass die gewalttätigen Demonstranten sich zurückhalten und die Gespräche mit den beiden Anführern fortsetzen. Die Europäische Union erwartet von den Parteien, dass sie verantwortungsbewusst handeln und sich unverzüglich an dem von der EU unterstützten Dialog beteiligen, um eine nachhaltige Lösung für die Situation im Norden zu finden, die die Sicherheit aller Bürger gewährleistet und den Weg für die Umsetzung des neuen Abkommens über den Weg zur Normalisierung ebnet."

Der serbische Präsident Aleksandr Vucic hat bei einem Treffen mit westlichen Botschaftern seine Besorgnis zum Ausdruck gebracht. Er forderte Pristina auf, als Vorstufe zu Verhandlungen die Bürgermeister der serbisch dominierten Bezirke abzuziehen.

Die Unruhen vom Montag waren der schlimmste Ausbruch von Gewalt seit Jahren in der Konfliktregion. Vorläufige Gespräche sind im Gange, aber keine der beiden Seiten scheint bereit zu sein, in einer seit Jahren schwelenden Frage nachzugeben.

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