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Montenegro: Vorgezogene Parlamentswahlen haben begonnen

Wahlplakat zeigt die pro-serbische Koalition "Für die Zukunft Montenegros". Podgorica, Montenegro, Juni 2023.
Wahlplakat zeigt die pro-serbische Koalition "Für die Zukunft Montenegros". Podgorica, Montenegro, Juni 2023. Copyright Risto Bozovic/Copyright 2023 The AP
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Von Euronews
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Montenegro wählt ein neues Parlament und Favorit ist die Bewegung "Europa Jetzt!". Sie gibt sich modernisierungsfreudig, lehnt sich zugleich aber auch stärker an das Nachbarland Serbien an.

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Montenegro wählt ein neues Parlament und Favorit ist die Bewegung "Europa Jetzt!". Sie gibt sich modernisierungsfreudig, lehnt sich zugleich aber auch stärker an das  Nachbarland Serbien an. 

Seit dem Sturz der Regierung durch ein Misstrauensvotum vor bald einem Jahr ist die Regierung des EU-Beitrittskandidaten Montenegro nur noch geschäftsführend im Amt. Mit der vorgezogenen Parlamentswahl soll die politische Blockade in dem Land gelöst werden. 

Rund 540.000 wahlberechtigte Bürger:innen sind dazu aufgerufen, über eine neue Verteilung der Macht im kleinen Balkan- und Adrialand zu bestimmen, nachdem sie im April den lange regierenden pro-westlichen Präsidenten Milo Djukanovic abgewählt haben. 

Eine absolute Mehrheit für Favorit "Europa Jetzt!" gilt Umfragen zufolge als unwahrscheinlich, Spitzenkandidat Milojko Spajic wird voraussichtlich Partner für eine Koalition brauchen. Die ehemalige Präsidentenpartei DPS, von deren Spitze sich Djukanovic nach seiner Wahlniederlage zurückzog, dürfte zweitstärkste Kraft werden. "Europa Jetzt!" betrachtet sie aber vorerst nicht als potenziellen Koalitionspartner.

Die pro-serbische und pro-russische Demokratische Front (DF), die unter dem Namen "Für die Zukunft Montenegros" antritt, könnte den Umfragen zufolge auf den dritten Platz kommen. Es bleibt offen, ob und in welcher Form sie zu einer künftigen Regierungsmehrheit beitragen wird.

Djukanovic bestimmte seit dem Zerfall Jugoslawiens in wechselnden Funktionen die Politik in der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik. 2006 führte er sie in die Unabhängigkeit, 2017 in die Nato. Seit 2012 verhandelt das Land mit 600.000 Einwohnern über eine Beitritt zur Europäischen Union.

Der Machtverlust des Langzeitherrschers Djukanovic begann 2020, als seine DPS und ihre Partner bei Wahlen erstmals die Parlamentsmehrheit verfehlten. Die nachfolgenden mehrheitlich pro-serbischen Regierungen erwiesen sich als instabil, weshalb es nun zu den vorgezogenen Wahlen kam.

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