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Kein Anfang vom Ende? "Putin traut seinen Militärs nicht viel zu"

Soldaten am 27.06.23 in Moskau bei Zeremonie mit Putin
Soldaten am 27.06.23 in Moskau bei Zeremonie mit Putin Copyright Sergei Guneyev/Sputnik
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Von Lucia Riera BosquedEuronews
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Das sagen Expert:innen zum Machtverlust von Russlands Präsident Wladimir Putin nach dem Aufstand von Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin.

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"Diese Aura des großen Vermittlers und der Säule der Stabilität Russlands ist im Moment sehr stark beschädigt. Aber es ist eine Sache, das Image zu beschädigen, und eine andere, seine Macht, seine wirkliche Macht, zu beschädigen".

Das sagt Russland-Expertin Mira Milosevich.

Der Aufstand des Anführers der Wagner-Gruppe, Jewgeni Prigoschin, wirft Fragen zur Machtposition von Wladimir Putin auf.

Mira Milosevich, Forscherin am Elcano Royal Institute, sieht jedoch keine Anzeichen dafür, dass diese Meuterei der Anfang vom Ende für Putin sein könnte. Und sie glaubt, dass Putins Verwundbarkeit eher politischer als militärischer Natur ist.

Die Forscherin sagt weiter: "Im Moment gibt es keine klaren Anzeichen dafür, dass der Aufstand die Macht von Wladimir Putin ernsthaft bedroht. Die Machtübergabe von Wagner an die russischen Streitkräfte ist bereits vollzogen. Daher wird es keine Unterbrechung in der Koordinierung der militärischen Reaktion der russischen Streitkräfte in der Ukraine geben. Wagner ist eine offensive Gruppe. Im Moment braucht Russland sie nicht, sie ist nicht unverzichtbar, denn Russland hat jetzt eine defensive Strategie angesichts der ukrainischen Gegenoffensive".

Am Montag erklärte die stellvertretende ukrainische Verteidigungsministerin Hanna Maliar, der Ukraine sei es gelungen, seit Beginn der Gegenoffensive rund 130 Quadratkilometer an der Südfront zurückzugewinnen

Krise untergräbt die Moral der russischen Truppen

Vor Ort in der Ukraine untergräbt die Krise die Moral der russischen Truppen, da sie nach Ansicht von Experten "die Ziele der Militäroperation nie verstanden haben".

Putin könnte die Wahlen 2024 zum Anlass nehmen, die Militär- und die Regierungsführung auszutauschen.

Oleg Ignatov, Senior Analyst der International Crisis Group erklärt: "Wir glauben nicht, dass Putin mit dem Militär zufrieden ist. Es scheint, dass er dem russischen Militär nicht viel zutraut, denn Prigoschin kritisierte das Militär direkt in der Öffentlichkeit, und Putin ließ dies zu. Und Putin wusste natürlich davon. Und es sieht so aus, als wäre das alles passiert, weil Putin seinem Militär nicht vertraut hat und nicht vertraut".

In Russland wachsen die Zweifel am Krieg, aber unter Verteidigungsminister Schoigu werden kaum Änderungen erwartet.

Oleg Ignatov sagt auch: "Es ist immer noch ein komplizierter Krieg. Und die russische Armee hat dort immer noch viele Probleme. Und auch die ukrainische Armee hat dort große Probleme. Und ich würde dort keine unmittelbaren Konsequenzen erwarten".

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