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Seltsame Prigoschin-Selfies und Fotos von Wohnung des Wagner-Chefs in Russlands Medien

Progoschin-Selfies in russischen Staatsmedien
Progoschin-Selfies in russischen Staatsmedien Copyright Via NEXTA auf Twitter
Copyright Via NEXTA auf Twitter
Von Kirsten Ripper mit Twitter, AP
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Nach dem Putschversuch gegen den Verteidigungsminister tauchen in russischen Medien zahlreiche Fotos auf, die offenbar bei der Razzia der Anwesen von Wagner-Chef Prigoschin gefunden wurden.

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Schon während des Putschversuchs des Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin gegen Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu waren einige Bilder der Razzia im Anwesen des Unternehmers veröffentlicht worden. Jetzt sind in russischen Medien zahlreiche Fotos aufgetaucht, auf denen ein abgedeckter Swimmingpool, Goldbarren, aber auch Perücken und Selfies in verschiedenen Verkleidungen zu sehen sind, die offenbar in Prigoschins Wohnung in St. Petersburg gefunden wurden.

Jewgeni Prigoschin sollte sich - seit Russlands Präsident Wladimir Putin gegen seinen ehemaligen Vertrauten Position bezogen hat - im Nachbarland Belarus aufhalten. Bilder des Wagner-Chefs von dort gibt es aber nicht. Und an diesem Donnerstag verkündete Belarus Machthaber Alexander Lukaschenko, Prigoschin sei zurück in Russland.

Dabei war nach dem Aufstand vereinbart worden, dass die Wagner-Kämpfer sich dem Verteidigungsministerium unterstellen oder nach Belarus ins Exil gehen sollten.

Die oppositionelle News-Plattform NEXTA geht - wie viele andere Russland-Kenner:innen - davon aus, dass die nun veröffentlichten Bilder von den Sicherheitsbehörden gezielt gestreut werden.

Auf Fotos, die Daily-Beast-Kolumnistin Julia Davis auf Twitter zeigt, sind luxuriöse Räume mit Ikonen, aber auch ein Zimmer mit Krankenhausbett zu sehen.

Der 62-jährige Prigoschin stammt - wie Präsident Wladimir Putin - aus St. Petersburg. Sein Unternehmen Concord, in dem auch seine Frau, seine Tochter und sein Sohn aktiv sind, betreibt nicht nur Luxus-Restaurants in der Stadt.

Wie geht es mit den Wagner-Söldnern weiter?

Nicht klar ist bisher, wie es mit Prigoschins Privatarmee "Wagner PMC" weitergeht. Russlands Armeeführung hatte den Unternehmer ultimativ aufgefordert, seine Truppen in der Ukraine dem russischen Verteidigungsministerium zu unterstellen. Daraufhin marschierten Wagner-Kämpfer von der Front in der Ukraine in Russland ein und wollten laut Prigoschin von Rostow-am-Don nach Moskau marschieren.

Zudem hatte Prigoschin in einem Video die Kriegsziele des Kreml in Frage gestellt.

Die Wagner-Söldner sind aber auch in zahlreichen afrikanischen Staaten im Einsatz. Und Prigoschin beeinflusst auch seinen eigenen Aussagen zufolge über seine "Trollfabrik" die sozialen Medien auch in den USA - eigentlich um die Interessen von Staatschef Wladimir Putin zu vertreten.

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