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Chipkonzern TSMC baut Werk in Dresden - mit Milliardensubvention

TSMC ist der größte Halbleiterhersteller der Welt
TSMC ist der größte Halbleiterhersteller der Welt Copyright Chiang Ying-ying/Copyright 2021 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews
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Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck wird dafür kritisiert, dass der Deal, wie bereits bei Intel in Magdeburg, nur durch milliardenhohe Subventionen zustande kommt.

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Der taiwanische Chipkonzern TSMC will eine neue Halbleiterfabrik in Dresden bauen und 2.000 Arbeitsplätze schaffen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck wird dafür kritisiert, dass der Deal, wie bereits bei Intel in Magdeburg, nur durch milliardenhohe Subventionen zustande kommt.

Konkret soll es fünf Milliarden Euro gehen, die vom Steuerzahler kommen. Das gesamte Investitionsvolumen für das Projekt beträgt zehn Milliarden Euro.  

"Noch ein paar solche Ansiedlungssiege im Osten und der Bund ist blank", schreibt zum Beispiel der RTL/ntv-Journalist Nikolaus Blome. 

Kritik am Subventionswettlauf

Allerdings umfassen Ansiedelungsprojekte üblicherweise ein staatliches Subventionspaket. Die großen Volkswirtschaften bieten sich bereits einen Subventionswettlauf, um die wichtige Chipindustrie zurückzuholen und die Abhängigkeit von Asien zu verringern - das sogenannte De-Risking.

Das neue Inflationsbekämpfungsgesetz in den USA sieht großzügige Subventionen und Steuergutschriften für Unternehmen vor, die US-Produkte verwenden oder selbst in den USA produzieren. Auch China unterstützt Direktinvestitionen im Land sowie die heimische Wirtschaft gezielt mit Staatsgeldern.

Die Bundesregierung bemüht sich mit hohen Fördersummen darum, Unternehmen für Investitionen in Deutschland zu gewinnen. So soll Intel in Magdeburg bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von 30 Milliarden Euro für einen neuen Standort fast 10 Milliarden vom Staat erhalten. Infineon strebt für den Ausbau seines Dresdner Werkes eine staatliche Förderung von einer Milliarde Euro an.

TSMC ist der größte Halbleiterhersteller der Welt

TSMC ist der größte Halbleiterhersteller der Welt und stellt aus Halbleitermaterialien wie Silizium winzige Mikrochips her, die in zahlreichen Alltagsprodukten wie Handys, Computern und Autos zum Einsatz kommen. 

Der Marktanteil liegt fast 60 Prozent. Die TSMC-Chips sind in iPhones und Teslas und VWs verbaut. 

Im Gegensatz zu den Chips für Hochleistungs-Smartphones werden die Halbleiter aus dem neuen Werk in Dresden nicht in den neuesten 3- oder 4-Nanometer-Verfahren hergestellt, sondern mit höheren Strukturbreiten. 

Solche herkömmlichen Chips sind in der Autobranche gängig. Mit der Ausbreitung vernetzter Fahrzeuge und Elektroautos benötigt die Branche immer mehr davon.

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