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Eskalation mit Hisbollah im Grenzgebiet: Droht ein Mehrfrontenkrieg?

Israelischer Artilleriebeschuss in al-Bustan, einem libanesischen Grenzdorf (Sonntag, 15. Oktober 2023)
Israelischer Artilleriebeschuss in al-Bustan, einem libanesischen Grenzdorf (Sonntag, 15. Oktober 2023) Copyright AP Photo/Hussein Malla
Copyright AP Photo/Hussein Malla
Von Euronews mit DPA/AP
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Die vom Iran finanzierte Miliz gilt als wesentlich schlagkräftiger als die Hamas. Israelischen Schätzungen zufolge verfügt sie über rund 100 000 Raketen.

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Nach Feuergefechten zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah wächst die Sorge vor einem Mehrfrontenkrieg.

Das israelische Militär hat die Räumung von 28 Ortschaften an Israels Nordgrenze angeordnet. Bereits am Sonntag hatte die Armee einen vier Kilometer breiten Streifen im Grenzgebiet zur Sperrzone erklärt.

Wie eine Maus versteckt

Einwohner der israelischen Küstenstadt Nahariya zeigten sich besorgt über eine Eskalation. "Die Hamas und der Islamische Dschihad stehlen das Geld und leben im Ausland, während die Menschen im Gazastreifen hungern und nichts zu essen haben", anlayiert ein Mann. 

Eine Frau fügt hinzu: "Hassan Nasrallah (Generalsekretär der Hisbollah) wird sich wie eine Maus verstecken, wo immer er ist, er wird dort bleiben. Wenn nicht, sollte er besser aufpassen, was mit ihm passieren wird, er und der Libanon werden ausgelöscht.“

Seit den Terrorattacken der islamistischen Hamas auf Israel und den israelichen Gegenschlägen der israelischen Armee auf den Gazastreifen kommt es verstärkt zu Zwischenfällen an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon.

"Warnung" und "Vergeltung für israelische Aktionen"

 Die Hisbollah sagte am Montag, sie habe damit begonnen, Überwachungskameras an mehreren israelischen Armeeposten entlang der Grenze zu zerstören.

Israels Armee hatte eigenen Angaben zufolge am Sonntagabend erneut Ziele der Hisbollah im Libanon attackiert. Stunden zuvor hatte die pro-iranische Hisbollah-Miliz Ziele im Nachbarland angegriffen. 

Israelischen Medienberichten zufolge wurden acht Menschen in Israel zum Teil schwer verletzt. Die israelische Armee erwiderte das Feuer eigenen Angaben zufolge und griff die Abschussorte im Libanon an. 

Die Raketenabschüsse auf Israel seien "eine Warnung" und "eine Vergeltung für israelische Aktionen", hieß es aus Kreisen, die der Schiitenorganisation nahe stehen. Es bedeute aber nicht, dass die Hisbollah in den Konflikt eingestiegen sei.

Die vom Iran finanzierte Miliz gilt als wesentlich schlagkräftiger als die Hamas. Israelischen Schätzungen zufolge verfügt sie über rund 100 000 Raketen.

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