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Getöteter Reuters-Journalisten Issam Abdallah: Libanon will bei UN Beschwerde einlegen

Das Auto eines Journalisten brennt nach israelischem Granatenbeschuss im Grenzdorf Alma al-Shaab im Südlibanon (13. Oktober 2023).
Das Auto eines Journalisten brennt nach israelischem Granatenbeschuss im Grenzdorf Alma al-Shaab im Südlibanon (13. Oktober 2023). Copyright Hassan Ammar/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
Copyright Hassan Ammar/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
Von euronews
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Libanon beschuldigt Israel, für den Beschuss verantwortlich zu sein, bei dem am Freitag im Südlibanon der Reuters-Journalist Issam Abdallah getötet wurde und will beim UN-Sicherheitsrat Beschwerde einlegen.

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Der Libanon will formell Beschwerde beim UN-Sicherheitsrat wegen des auf seinem Territorium getöteten Reuters-Journalisten Issam Abdallah einlegen. 

Nach Darstellung staatlicher Medien geht man im Libanon von einer "absichtlichen Tötung" des Videojournalisten aus. Der israelische Vertreter bei den Vereinten Nationen betonte, dass Israel Journalisten niemals Schaden zufügen wolle, aber in einem Krieg "könne alles passieren".

Der getötete Reuters-Journalist Issam Abdallah
Der getötete Reuters-Journalist Issam Abdallah(Issam Abdallah/Reuters via AP

Abdallah wurde während seiner Arbeit im Libanon nahe der Grenze zu Israel bei einem Raketeneinschlag getötet. Die Geschosse kamen nach Angaben eines Reuters-Kollegen aus Richtung Israel.

Im Konflikt zwischen Israel und der islamistischen Hamas sind nach Angaben des Komitees zum Schutz von Journalisten (CPJ) bereits mindestens elf Journalisten getötet worden. Mindestens zwei Journalisten wurden verletzt, zwei gelten als vermisst, wie die in New York ansässige Organisation am Freitag (Ortszeit) mitteilte.

Der Krieg zwischen der Hamas und Israel geht mit unverminderter Härte weiter. Aus dem Gazastreifen wurden erneut Raketen auf Israel abgefeuert. Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehrere Vorstöße auf das Gebiet des Gazastreifens unternommen. Ein Armeesprecher sagte, Ziel dieser Einsätze sei es, "das Gebiet von Terroristen und Waffen zu säubern."

Vor der Operation hatte Israel die Bürger im nördlichen Gazastreifen aufgefordert, das Gebiet zu verlassen. Davon betroffen sind rund 1,1 Millionen Palästinenser. Nach Angaben der Vereinten Nationern sind bereits 400.000 Menschen aus dem Gazastreifen nach massiven Luftangriffen vertrieben worden.

Israelische Spezialeinheiten entdeckten im Gazastreifen die Leichen von vermissten Israelis.

Humanitäre Lage im Gazasstreifen ist katastrophal

UN-Generalsekretär Antonio Guterres warnte erneut vor einem Übergreifen des Krieges zwischen der Hamas und Israel auf den Libanon. Er bezeichnete die humanitäre Lage im Gazastreifen als "gefährlichen neuen Tiefpunkt".

EU-Ratspräsident Charles Michel warnte angesichts des eskalierenden Konflikts zwischen Israel und der Hamas vor einem Anstieg der Flüchtlingszahlen nach Europa. "Wenn es auf regionaler Ebene mehr Schwierigkeiten geben würde, hätten wir sofort riesige Schwierigkeiten auf europäischem Boden wegen der Flüchtlinge", sagte der Michel der Nachrichtenagentur AP. Das hätte gravierende Folgen und würde "die Polarisierung bei einem der umstrittensten Themen in vielen europäischen Ländern verstärken.".

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