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Alarmstufe Rot: Sturmtief Ciaran tobt in Frankreich und Südengland

Orkantief Ciaran in Westfrankreich besonders schlimm
Orkantief Ciaran in Westfrankreich besonders schlimm Copyright DAMIEN MEYER/AFP
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Von Kirsten RipperEuronews mit AFP, AP
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⛈️ 🛑 Wegen Orkantief Ciaran sind die Fährverbindungen von Frankreich nach Großbritannien unterbrochen. Auch der Regionalverkehr der Bahn wird eingestellt. In England bleiben viele Schulen geschlossen.

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An der Atlantikküste im Norden Frankreichs hatten sich die Menschen auf Orkantief Ciaran vorbereitet. Der Sturm erreichte in der Bretagne in der Nacht auf Donnerstag Rekord-Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern - genauer gesagt 207 km/h in Point-du-Raz, wie France Info berichtet.  Ein Mann kam ums Leben, der LKW-Fahrer wurde in seinem Fahrzeug von einem umstürzenden Baum erschlagen.

Von der englischen Küste wurden besonders hohe Wellen und ebenso extrem starke Winde gemeldet.

Am Nachmittag sollte Sturm Ciaran auch die Niederlande erreichen. KLM hat viele Flüge ab Amsterdam abgesagt.

Wellen im Hafen von Folkestone
Wellen im Hafen von FolkestoneGareth Fuller/AP

1,2 Millionen Haushalte in Frankreich ohne Strom

In Frankreich hatten 1,2 Millionen Haushalte an diesem Donnerstag keinen Strom. Sonderteams der Energieanbieter warteten darauf, dass sich Sturm Ciaran beruhigt, um mit den Reparaturarbeiten beginnnen zu können.

In drei französischen Départements galt in der Nacht mit Alarmstufe ROT die höchste Warnung, in 30 weiteren die Warnung ORANGE. Diese Warnungen wurden am späten Vormittag aufgehoben.

Auch die Weltwetterorganisation WMO bezeichnet im Vorfeld die zu erwartenden Windstärken als möglicherweise lebensbedrohlich.

In England bleiben an diesem Donnerstag viele Schulen geschlossen.

Bäume meiden: Parks bleiben geschlossen

Die Menschen wurden aufgefordert während des Sturms zu Hause zu bleiben. In den betroffenen Regionen war es verboten, an der Küste, im Wald und in Parks spazieren zu gehen. Wegen der bisher milden Temperaturen haben die meisten Bäume noch ihre Blätter und das verschärft die Gefahr, dass sie durch die starken Winde umstürzen.

Bewohner und Bewohnerinnen der Küstenregion teilten ihre Eindrücke in den sozialen Medien.

Odile Thominet, die Bürgermeisterin von Surtainville, erklärt, es bestehe die Gefahr von Überschwemmungen. Das könne sehr schnell gehen, aber gegen das Wasser seien die Menschen machtlos. Doch natürlich bereite man sich vor und versuche, alles Notwendige zu tun, um das Schlimmste zu verhindern.

Fährverbindungen unterbrochen, Regionalzüge in Nordwestfrankreich eingestellt

Zuvor hatte Ciaran in Nordirland für Überschwemmungen gesorgt. 

Die Fährverbindungen zwischen Frankreich und Großbritannien bleiben bis mindestens Freitag unterbrochen. Die französische SNCF stellt im Westen den regionalen Zugverkehr ein.

Die extreme Schlechtwetterfront breitet sich in den kommenden Tagen auf weite Teile Europas aus.

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