Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben nach dem Angriff auf den Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv am Sonntag weitere Angriffe auf israelische Flughäfen angekündigt und wollen so dessen Luftraum blockieren.
Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben am Sonntagabend als Reaktion auf die Entscheidung der israelischen Regierung, ihre Militäroperationen im Gazastreifen auszuweiten, eine umfassenden Luftblockade gegen Israel angekündigt.
In einer über die Medien verbreiteten Erklärung rief der Sprecher der Huthi, Brigadegeneral Yahya Saree, die internationalen Fluggesellschaften dazu auf, die Warnung ernstzunehmen, um die Sicherheit ihrer Reisenden zu gewährleisten, und wies darauf hin, dass die Entscheidung sofort in Kraft trete: "Wir werden die Belagerung durch wiederholte Angriffe auf israelische Flughäfen, insbesondere auf den internationalen Flughafen Lod (Ben Gurion) bei Tel Aviv, durchsetzen."
Am Sonntag hatten die Huthi-Rebellen eine Rakete auf den Ben-Gurion-Flughafen abgefeuert. Der Flughafen wurde deswegen vorübergehend für etwa 30 Minuten geschlossen. Einige Fluggesellschaften, darunter die Lufthansa, setzten daraufhin ihre Flüge von und nach Tel Aviv vorläufig aus, Lufthansa bis einschließlich Dienstag.
Die Folge des Angriffs war eine weitere Eskalation: Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, sein Land werde auf den Angriff der Huthi "siebenfach" antworten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte ebenfalls eine "Reaktion" nicht nur auf den Huthi-Angriff, sondern auch gegen den Iran, der die Huthi unterstützt, an. Die hebräische Armee teilte mit, sie werte die Ergebnisse des Abfangversuchs noch aus. Mehrere Abfangversuche hätten nicht verhindern können, dass die Rakete in der Nähe des Flughafens einschlug.
Die Eskalation fiel mit der Einberufung des israelischen Sicherheitskabinetts zusammen, das über die Ausweitung der Militäroperationen im Gazastreifen beriet. Israel plant laut Agenturberichten außerdem, den Gazastreifen komplett einzunehmen.