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Gegensätzliche Trends: Mehr Migration nach Großbritannien, weniger in die EU

Migranten an Bord eines Gummiboots landen im Wasser, während andere sich an einem Schlauchboot festhalten, bevor sie von einem Team der Sea Watch-3 etwa 35 Meilen vor Libyen gerettet werden.
Migranten an Bord eines Gummiboots landen im Wasser, während andere sich an einem Schlauchboot festhalten, bevor sie von einem Team der Sea Watch-3 etwa 35 Meilen vor Libyen gerettet werden. Copyright  AP Photo
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Von Euronews
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Im Vereinigten Königreich erreichten die Ankünfte über den Ärmelkanal 2025 den höchsten Stand seit 2022, während die irreguläre Migration in der EU zuletzt stagnierte.

Nach Angaben der britischen Regierung erreichte die Zahl der Zuwanderer, die 2025 in das Vereinigte Königreich kamen, den höchsten Stand seit 2022. Im vergangenen Jahr überquerten 41.472 Menschen den Ärmelkanal – rund 5.000 mehr als 2024.

Damit liegen die Zahlen auf dem zweithöchsten Niveau seit Beginn der Aufzeichnungen, nur übertroffen vom Rekordjahr 2022 mit 45.774 Ankünften.

Diese Entwicklung steht im deutlichen Gegensatz zur Situation in der Europäischen Union. Laut der EU-Grenz- und Küstenwache Frontex gingen die irregulären Einreisen in die EU in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 um 25 Prozent zurück und beliefen sich insgesamt auf etwas mehr als 166.900.

Besonders starke Rückgänge wurden auf den Routen über Westafrika (-60 Prozent) und den Westbalkan (-43 Prozent) verzeichnet. Auch auf der östlichen Mittelmeerroute sanken die Zahlen um 43 Prozent.

Eine Ausnahme bildete die westliche Mittelmeerroute zwischen Algerien, Marokko und Spanien, auf der die irregulären Grenzübertritte im gleichen Zeitraum um 15 Prozent zunahmen. Der zentrale Mittelmeerkorridor blieb dennoch der wichtigste Migrationsweg in die EU: Über ihn erfolgten fast 40 Prozent aller irregulären Einreisen. Zwischen Januar und November 2025 registrierte Frontex dort 63.200 Ankünfte, überwiegend von der libyschen Küste aus.

Trotz des insgesamt rückläufigen Trends bleiben die humanitären Folgen gravierend. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) kamen im Jahr 2025 mehr als 1.700 Menschen bei dem Versuch ums Leben, das Mittelmeer zu überqueren.

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