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7.000 Tote in Teheran - Krankenhäuser am Limit: Stimmen aus dem Iran

Augenzeugenkontakt mit Euronews
Augenzeugenkontakt mit Euronews Copyright  شبکه‌های اجتماعی / کانوا
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Von Euronews
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In einer Zeit, in der der Kontakt der Iraner mit dem Ausland schwieriger ist als je zuvor, haben einige Quellen in Gesprächen mit Euronews ihre Beobachtungen und Informationen aus dem Landesinneren geteilt.

Ein Mitglied des medizinischen Personals, das in Teheran arbeitet, sagte über die Demonstrierenden: "Menschen aus allen sozialen Schichten und gesellschaftlichen Gruppen haben an diesen Protesten teilgenommen. Leider haben wir unter den Getöteten auch die Leichen einiger Ärzte und Zahnärzte gesehen."

Die Person sagte Euronews zudem, die Lage in den Krankenhäusern sei äußerst kritisch, und das medizinische Personal stehe bei der Versorgung der Verletzten unter starkem Druck.

Aus der Provinz Fars werden ähnliche Zustände geschildert. Ein Bürger aus dem Landkreis Mamasani berichtete: "Die Zahl der Verletzten ist so hoch, dass ihre Behandlung für das medizinische Personal äußerst schwierig ist. In einem Fall konnten Ärzte aufgrund der Überlastung einen Patienten, der infolge seiner Verletzungen ins Koma gefallen war, nicht operieren. Sie versuchten lediglich, weitere Blutungen zu stoppen, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt operieren zu können."

Ein anderer Bürger erklärte, er habe über informierte Quellen im iranischen Gesundheitsministerium Angaben zur Zahl der Todesopfer in Teheran erhalten. Demnach werde die Zahl der Getöteten in der Hauptstadt auf etwa 7.000 geschätzt.

Ein weiterer Demonstrant sagte in einem Gespräch mit Euronews, dass den Sicherheitskräften der Revolutionsgarden und insbesondere jungen, unerfahrenen Basij-Einheiten während der Proteste scharfe Waffen ausgehändigt worden seien, um gegen die Demonstrierenden vorzugehen.

Auch von der Insel Kisch wurden umfangreiche Proteste gemeldet. Ein dort lebender Augenzeuge berichtete ebenfalls von einem hohen Ausmaß an Protesten. Er sagte, friedliche Demonstrationen seien in Gewalt umgeschlagen, und Sicherheitskräfte seien gegen die Demonstrierenden vorgegangen.

Euronews weist darauf hin, dass es aufgrund der Einschränkungen der Kommunikationswege mit dem Iran nicht möglich ist, die von Augenzeugen geschilderten Details unabhängig zu überprüfen.

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