US-Präsident Donald Trump hat Schiffe in die Region verlegen lassen, um jederzeit zum Eingreifen bereit zu sein. Im Gegenzug warnen iranische Behörden, dass auch ihre Streitkräfte den Finger am Abzug haben.
Die iranischen Behörden haben am Sonntag auf einem zentralen Teheraner Platz ein neues Plakat enthüllt, das die Vereinigten Staaten offenbar vor einer Intervention warnen soll. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die USA Kriegsschiffe in die Region verlegen.
Das Plakat auf dem Enghelab-Platz (Platz der Revolution) zeigt einen Flugzeugträger mit beschädigten und explodierenden Kampfjets auf seinem Deck. Auf dem Deck sind Leichen und Blutlachen zu erkennen und hinter der Flotte ziehen sich Blutspuren, die den Streifen der amerikanischen Flagge ähneln.
Die Grafik wird von einem Slogan begleitet, der lautet: "Wer den Wind sät, wird den Wirbelwind ernten".
Der Enghelab-Platz wird in der Regel für staatlich organisierte Versammlungen genutzt. Die Plakatwand ändern die Behörden je nach nationalen Anlässen.
In der vergangenen Woche sagte Trump an Bord der Air Force One, dass die USA den Iran "beobachten" und sich die Kriegsschiffe auf das Land zubewegen, "nur für den Fall", dass er Maßnahmen ergreifen wolle.
"Wir haben eine große Flotte, die sich in diese Richtung bewegt, und vielleicht müssen wir sie nicht einsetzen, wir werden sehen", sagte er am Donnerstag.
Trump drohte, dass ein jetziges Eingreifen der USA die US-Militärschläge, die die USA im Juni gegen iranische Atomanlagen unternommen hatte, "wie Peanuts" aussehen lassen würde.
Am Samstag warnte der Kommandeur der paramilitärischen iranischen Revolutionsgarde - einer mächtigen Kraft innerhalb der Theokratie des Landes, die USA und Israel davor, "jede Fehlkalkulation zu vermeiden". Die iranischen Streitkräfte seien "mehr denn je bereit" und hätten "den Finger am Abzug".
Der iranische Außenminister warnte die USA ebendfalls und sagte, dass die Islamische Republik "mit allem, was wir haben, zurückfeuern wird, wenn wir erneut angegriffen werden".
"Im Gegensatz zu der Zurückhaltung, die der Iran im Juni 2025 gezeigt hat, haben unsere mächtigen Streitkräfte keine Skrupel, mit allem, was wir haben, zurückzuschießen, wenn wir erneut angegriffen werden", schrieb Araghchi in einem vom Wall Street Journal veröffentlichten Meinungsbeitrag und bezog sich dabei auf den 12-tägigen Konflikt mit Israel im Juni.
"Dies ist keine Drohung, sondern eine Realität, die ich ausdrücklich mitteilen muss, denn als Diplomat und Veteran verabscheue ich den Krieg."
Die jüngste Eskalation der Spannungen zwischen Teheran und Washington erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden Niederschlagung der landesweiten Proteste, die am 28. Dezember begonnen haben. Nach Angaben der in den USA ansässigen Nachrichtenagentur Human Rights Activists News Agency stieg die Zahl der Todesopfer am Freitag auf mindestens 5.002 Aktivisten. Außerdem wurden nach Angaben der Agentur mehr als 41.280 Menschen verhaftet.
Es wird befürchtet, dass noch viele weitere Menschen ums Leben gekommen sind, weil im Iran seit mehr als zwei Wochen eine Internetsperre besteht, die den Informationsfluss stark einschränkt.
Die Demonstrationen begannen am 28. Dezember zunächst wegen des Zusammenbruchs der Währung Rial, weiteten sich dann aber zu einer größeren Unzufriedenheit mit der Regierung des Landes aus.