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"Soll kommen, wenn er sich traut" - Selenskyj lädt Putin nach Kyjiw ein

Wolodymyr Selenkskyj
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Von Euronews
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Der Kreml beharrt derweil auf Friedensverhandlungen in Moskau.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Treffen mit Wladimir Putin in Moskau kategorisch abgelehnt und stattdessen den russischen Präsidenten nach Kyjiw eingeladen. "Es ist unmöglich, dass ich Putin in Moskau treffe, das wäre genauso, als würde er mich in Kyjiw treffen. Ich lade ihn nach Kyjiw ein. Er soll kommen, wenn er sich traut", sagte Selenskyj auf einer Pressekonferenz.

Der ukrainische Präsident fügte hinzu, dass die Ukraine eine konstruktive Einigung über ein echtes Ende des Krieges erzielen wolle, und betonte, dass seinerseits jede funktionierende Verhandlung auf Führungsebene akzeptabel sei. Laut Selenskyj würde ein Treffen in Moskau oder Kyiw von den beiden anderen Parteien, unter anderem wegen der Sicherheitsgarantien, kaum unterstützt werden, und er fügte hinzu, dass ein Friedensgipfel in Weißrussland ebenfalls nicht durchführbar sei. "Der Grund dafür ist klar: Bei Russland und Weißrussland handelt es sich um Staaten, von denen der eine ein Aggressor ist, der Krieg gegen uns geführt hat und unser Volk ermordet, und der andere ein Partner bei diesen Taten ist", sagte der ukrainische Präsident.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte zuvor, dass Friedensverhandlungen nur in Moskau stattfinden könnten, und Kreml-Berater Juri Uschakow lud Selenskyj am 28. Januar in die russische Hauptstadt ein und fügte hinzu, er solle kommen, wenn er dazu bereit sei. Uschakow versicherte, dass Russland seine Sicherheit garantieren und angemessene Arbeitsbedingungen gewährleisten werde, und betonte, dass Putin ein mögliches Treffen in Moskau auch mit US-Präsident Donald Trump telefonisch besprochen habe. Der Berater erklärte, Russland habe direkte Verhandlungen „nie abgelehnt”, fügte jedoch hinzu, dass diese sorgfältig vorbereitet werden müssten und man sich auf konkrete Ergebnisse konzentrieren sollte.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sibiha erklärte gegenüber der Zeitung European Pravda, dass Selenskyj bereit sei, sich mit Putin zu treffen, vor allem weil die für die Beendigung des Krieges entscheidenden Fragen - einschließlich der Kontrolle über das Kernkraftwerk Saporischschja und territoriale Fragen - weiterhin ungelöst seien. Er behauptete, dass Russland den Prozess zur Beendigung des Krieges behindere.

Die Präsidenten Russlands und der Ukraine trafen sich zuletzt 2019 zu einem von Deutschland und Frankreich organisierten Treffen.

Ukrainische, russische und amerikanische Delegationen befinden sich derzeit in Abu Dhabi, die nächste Verhandlungsrunde ist für das Wochenende angesetzt. Die Vereinigten Staaten schließen ein mögliches Treffen zwischen Selenskyj und Putin in naher Zukunft nicht aus.

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