Die NATO rüstet sich für mehrere Missionen in der Ostsee. Dazu kam das Vorzeigeschiff von Frankreich, die Charles de Gaulle, zum Einsatz: Ein Flotte aus mehreren Fregatten, einem Tankschiff, einem Angriffs-U-Boot und Kampfflugzeugen.
Der Flugzeugträger Charles de Gaulle, das Flaggschiff der französischen Armee, ist am Mittwoch im Hafen von Malmö in Schweden eingetroffen. Es ist das zweite Mal in 25 Jahren, dass das Schiff sich in so hohe Breitengrade Europas vorwagt. Mit an Bord ist eine Armada von Rafale-Kampfflugzeugen.
Und es reist nicht allein: Seine Eskorte besteht aus mehreren Fregatten, einem Versorgungs-Tankschiff und einem Angriffs-U-Boot.
NATO bereitet sich in der Ostsee vor
Während ihres Einsatzes wird die französische Marinefliegergruppe an der NATO-Operation "Baltic Sentry" in der Ostsee teilnehmen. Der Einsatz zielt darauf ab, jegliche Bedrohung der Unterwasserinfrastruktur nach Kabelschnitten, die Schiffen der mit Moskau verbundenen Schattenflotte zugeschrieben werden, abzuschrecken.
Sie wird auch an den Bündnisübungen "Steadfast Dart" und "Neptune Strike " sowie an "Cold Response" teilnehmen. Letztere wird von Norwegen geleitet und mobilisiert mehr als 30.000 Soldaten, um den Kampf in arktischer Umgebung zu trainieren.
Laut Vize-AdmiralThibault de Possesse, Leiter der Luft- und Seestreitkräfte für schnelle Reaktion, trägt diese "Präsenz (der Charles de Gaulle) natürlich zur Abschreckung und Entmutigung all derer bei, die die Interessen der NATO in der Region angreifen wollen", wie er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP erklärte.
"Aber der Einsatz erfolgte nicht nur aus diesem Grund: Er wurde beschlossen, um die Beziehungen zu unseren Verbündeten in der Region zu stärken, um zu lernen - oder wieder zu lernen -, zusammenzuarbeiten und uns ständig zu verbessern."
Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen rund um den Flugzeugträger
Der riesige Flugzeugträger stößt bei den Einwohnern von Malmö und den zahlreichen Touristen wenig überraschend auf großes Interesse. Die schwedische Polizei und Militärpolizei haben ihre Patrouillen aufgrund der Anwesenheit von 2.000 französischen Matrosen und Soldaten in der Stadt verstärkt.
Auch die Strahlenschutzbehörde hat einen Notfallplan für den Fall eines Versagens des Kernreaktors des Flugzeugträgers ausgearbeitet, doch das Risiko wird von den Behörden als sehr gering eingeschätzt.