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Deutschland holt im Weltglücksbericht auf - Warum sind die Finnen am glücklichsten?

Deutschland holt im Weltglücksreport auf und platziert sich wieder unter den Top 20
Deutschland holt im Weltglücksreport auf und platziert sich wieder unter den Top 20 Copyright  Copyright 2024 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Franziska Müller
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Um fünf Listenplätze hat sich Deutschland im Weltglücksbericht im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Woran wird festgemacht, dass wir jetzt glücklicher sind?

Unter den Top Fünf des Weltglücksbericht kommt nur ein Land nicht aus der nordischen Region: Costa Rica auf Platz Vier. Finnland führt das Ranking seit neun Jahren an, danach folgen Island, Dänemark und Schweden.

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Auf den Plätzen sechs bis zehn folgen Norwegen, die Niederlande, Israel, Luxemburg und die Schweiz.

Doch auch in Deutschland gibt es erfreuliche Entwicklungen. Es hat einen Sprung vom 22. Platz im vergangenen Jahr auf den 17. Platz in diesem Jahr gemacht. Deutsche sind demnach im Ranking glücklicher als ihre direkten Nachbarn, die Österreicher. Das Land ist um zwei Plätze zurückgefallen.

Auch die USA konnten sich wieder einen Rang weiter nach oben kämpfen und landeten im diesjährigen Ranking auf Platz 23.

Weltglücksbericht: Deutschland wieder unter den Top 20

Der Weltglücksreport kommt vom Wellbeing Research Centre der Universität Oxfort und wird im Vorfeld des Weltglückstages am 20. März veröffentlicht. Darin bewertet ein interdisziplinäres Forscherteam, wie es um die Zufriedenheit und die wahrgenommene Lebensqualität der Menschen steht.

Das Ranking nimmt auch die Wirtschaftsleistung eines Landes, die Gesundheit, das Freiheitsgefühl und Faktoren wie die Großzügigkeit der Menschen und die Wahrnehmung von Korruption mit ins Visier. Daraus ergibt sich ein Länderranking, das seit Jahren von den nordischen Ländern Europas dominiert wird.

"Die Finnen sind nicht besessen davon, unbedingt glücklich sein zu wollen", erklärt einer der Autoren des Berichts, Jan-Emmanuel De Neve. "Sie sind offensichtlich sehr zufrieden und dankbar für alles, was sie haben, und sie nehmen sich selbst in dieser Hinsicht nicht allzu ernst, was ihnen wiederum hilft, die kleinen Dinge im Leben zu schätzen."

Dazu kämen eine hohe Lebenserwartung, ein guter Zugang zur öffentlichen Gesundheitsversorgung, wenig Korruption und ein gutes Bildungssystem. Und ganz generell sei das Gemeinschaftsgefühl in Finnland groß. "Sie vertrauen einander und dem Staat", so De Neve.

Im weltweiten Vergleich schneidet Europa besonders gut ab, was die Lebenszufriedenheit angeht. Insbesondere in Mittel- und Osteuropa haben die Länder zugelegt. Das Forscherteam sieht einen Trend. Seit mehr als einem Jahrzehnt gleiche sich das Glücksniveau in Europa immer weiter an, heißt es im Report.

Und wenig überraschend: Die meisten der Länder, die einen Rückgang von mehr als einem Punkt auf der Skala der Lebenszufriedenheit verzeichnen, befinden sich in oder in der Nähe von Regionen, in denen schwere Konflikte herrschen.

Wie Social-Media unser Glücksempfinden verändert

Das große Kernthema des diesjährigen Weltglücksberichts war Social Media. Laut der Auswertung mehrerer Studiendaten erklären die Forscher des Berichts, dass unmittelbare Zusammenhänge zwischen dem Wohlbefinden von Jugendlichen und ihrer Nutzungsdauer sozialer Medien bestehen.

Doch nicht überall wird das gleich bewertet. Lateinamerikanische Länder verbinden eine intensive Nutzung sozialer Medien mit einem hohen Wohlbefinden bei Jugendlichen, so der Bericht. Englischsprachige Länder hingegen weisen ein geringeres Wohlbefinden bei Jugendlichen auf, als sich durch ihre recht typischen Internetnutzungsmuster erklären lasse.

Die Verbreitung und die Nutzungsmuster von sozialen Medien sind in allen Ländern ähnlich, doch ihre Zusammenhänge mit der Lebensbewertung sind in englischsprachigen Ländern und Westeuropa stärker ausgeprägt. Bei der Auswertung und beim Vergleich von Studien aus Deutschland, Italien, Spanien und den USA kamen alle vier Untersuchungen zu einem ähnlichen Ergebnis: Die Verbreitung von Hochgeschwindigkeitsinternet und Social-Media-Plattformen hat die psychische Gesundheit generell eher verschlechtert.

Insgesamt spielen allerdings auch der soziale und wirtschaftliche Kontext eine erhebliche Rolle für das Wohlbefinden.

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