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In erster Rede zur Verteidigung des Krieges sieht Trump Ziele im Iran fast erreicht

Präsident Donald Trump spricht über den Iran-Krieg in der Cross Hall des Weißen Hauses am Mittwoch, 1. April 2026, in Washington.
Präsident Donald Trump spricht über den Iran-Krieg in der Cross Hall des Weißen Hauses am Mittwoch, 1. April 2026, in Washington. Copyright  Doug Mills/The New York Times via AP Pool
Copyright Doug Mills/The New York Times via AP Pool
Von Emma De Ruiter
Zuerst veröffentlicht am
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In seiner ersten nationalen Ansprache seit Kriegsbeginn am 28. Februar bemühte sich Trump, die kriegsmüden Amerikaner davon zu überzeugen, dass sich die Offensive trotz wachsender Zweifel und Belastungen für das Land lohnt.

US-Präsident Donald Trump sagte in seiner ersten landesweiten Rede zur Rechtfertigung des Krieges seit Beginn des Konflikts Ende Februar, die USA würden ihre Operationen im Iran bald "zu Ende bringen", da "die wichtigsten strategischen Ziele kurz vor dem Abschluss stehen".

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Gleichzeitig erklärte er, dass der Iran kurzfristig weiterhin mit einer Welle von Angriffen konfrontiert sein werde.

"Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen", sagte Trump. "Wir werden sie zurück in die Steinzeit bringen, wo sie hingehören."

Die Rede kam zu einem Zeitpunkt, an dem Trump mit sinkenden Zustimmungswerten, wirtschaftlicher Nervosität und den diplomatischen Folgen des Krieges zu kämpfen hat.

Nur wenige neue Details zu den Entwicklungen

Trump nutzte seine Plattform, um den kriegsmüden Amerikanern zu versichern, dass sich die Offensive lohne. Zugleich wiederholte er in seiner 20-minütigen Ansprache weitgehend, was er in den vergangenen Wochen bereits gesagt hatte, und lieferte nur wenige neue Details.

Zu einer Zeit, in der Umfragen zeigen, dass viele Amerikaner der Meinung sind, das US-Militär sei im Iran zu weit gegangen, und in der die Gas- und Ölpreise weiter hoch bleiben, schien die Rede die öffentliche Stimmung nicht zu verändern.

Die Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte waren unmittelbarer: Der Ölpreis stieg nach Trumps Äußerungen um mehr als 4 Prozent, während die asiatischen Aktienmärkte nachgaben. Ausschlaggebend war seine Ankündigung, die USA würden den Iran weiterhin hart treffen.

Trump erwähnte weder die Möglichkeit der Entsendung von US-Bodentruppen in den Iran noch die NATO, das transatlantische Bündnis, das er immer wieder kritisiert, weil es seiner Ansicht nach nicht zur Sicherung der strategisch wichtigen Straße von Hormus beiträgt. Eine Blockade durch den Iran hat dort die Energiepreise in die Höhe getrieben.

Auch zu den Verhandlungen mit dem Iran äußerte er sich nicht. Ebenso wenig erwähnte er die von ihm gesetzte Frist bis zum 6. April, bis zu der der Iran die Wasserstraße wieder öffnen müsse, andernfalls drohten schwere Vergeltungsmaßnahmen seitens der USA.

Trump verkündet Erfolge und setzt Angriffe fort

Trump ging eine Reihe früherer amerikanischer Kriegsbeteiligungen durch und betonte, dass der laufende Krieg im Iran erst 32 Tage dauere. Offenbar appellierte er damit an die Öffentlichkeit, der Mission mehr Zeit zu geben.

"Der Erste Weltkrieg dauerte ein Jahr, sieben Monate und fünf Tage", sagte er. "Der Zweite Weltkrieg dauerte drei Jahre, acht Monate und 25 Tage." Trump verwies außerdem auf Korea, Vietnam und den Irak.

"In den vergangenen vier Wochen haben unsere Streitkräfte schnelle, entscheidende und überwältigende Siege auf dem Schlachtfeld errungen", sagte Trump. Die US-Militäraktion sei "so mächtig, so brillant" gewesen, dass "eines der mächtigsten Länder" inzwischen "wirklich keine Bedrohung mehr" sei - obwohl der Iran am frühen Donnerstag seine Angriffe auf Israel und die Nachbarländer am Persischen Golf fortsetzte.

Der Präsident forderte die Staaten, die auf Öl aus der Straße von Hormus angewiesen sind, dazu auf, "etwas Mut zu beweisen" und "es sich zu nehmen".

Gegenangriffe aus Teheran

Unterdessen kündigte Teheran am Mittwochabend eine weitere Welle von Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte am Golf an. Betroffen waren israelische Städte wie Tel Aviv und Eilat sowie US-Militäreinrichtungen in Bahrain und Kuwait.

Das israelische Militär teilte am frühen Donnerstag mit, seine Luftabwehr sei im Einsatz, um die Angriffe abzufangen.

Während Israel sich auf das Pessach-Fest vorbereitete, das am Mittwoch bei Sonnenuntergang begann, heulten im Raum Tel Aviv erneut Luftschutzsirenen.

Nach Angaben der Rettungsdienste wurden bei einem iranischen Raketenangriff am Mittwochmorgen 14 Menschen verletzt, darunter ein 11-jähriges Mädchen.

Die Revolutionsgarden bestätigten zudem den Beschuss eines Öltankers im Golf, den sie als israelisch bezeichneten. Eine britische Seesicherheitsbehörde meldete, das Schiff sei vor Katar getroffen worden und habe Schäden erlitten, es habe jedoch keine Verletzten gegeben.

Weitere Quellen • AP, AFP

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