Während des Regina Coeli am Ostermontag warnte Leo XIV. vor der "Korruption der Wahrheit". Der Papst rief zum Frieden für die von Konflikten geplagten Völker auf und gedachte des 2025 verstorbenen Franziskus.
Anlässlich des Regina Coeli am Ostermontag richtete Papst Leo XIV vom Fenster des Apostolischen Palastes aus vor dem vollbesetzten Petersplatz ein Plädoyer für den Weltfrieden an die Gläubigen. Bereits am Ostersonntag hatte er in einer Botschaft die Mächtigen der Welt aufgerufen, „ihre Waffen niederzulegen“.
In Anlehnung an das Evangelium betonte der Papst den Gegensatz zwischen dem Zeugnis der Frauen, die dem auferstandenen Christus begegneten, und der Korruption der Wächter, die für ihre Lügen bezahlt wurden. Dabei verurteilte er gezielt Fake News und Erzählungen, die die Wahrheit verschleiern.
Leo XIV. erklärte, dass das Licht von Ostern dazu bestimmt sei, selbst die tiefste Finsternis zu erhellen. Die christliche Verkündigung müsse alle Menschen erreichen, die Opfer von Bosheit sind, die den Lauf der Geschichte trübt.
„Ich denke an die Völker, die vom Krieg heimgesucht werden, an die Christen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, und an die Kinder, denen Bildung vorenthalten wird. Das Ostergeheimnis Christi mit Worten und Taten zu verkünden bedeutet, der Hoffnung eine neue Stimme zu geben“, sagte Papst Leo XIV in seiner Ansprache. „Eine Hoffnung, die sonst von den Händen der Gewalt erstickt wird.“
In diesem Sinne werde das Osterfest Christi zum Osterfest der ganzen Menschheit – ein Zeichen des Sieges des Lebens über Tod und Unterdrückung. Der Heilige Vater erinnerte dabei auch an das „tiefe Zeugnis des Glaubens und der Liebe“ seines Vorgängers Papst Franziskus
Ein Moment tiefer Ergriffenheit prägte die Feier, als Papst Leo XIV an den am 21. April verstorbenen Papst Papst Franziskus erinnerte. Er rief die Gläubigen dazu auf, sich an dessen außergewöhnliches Zeugnis von Liebe und Glauben zu erinnern – eine Aufforderung, die von der Menge mit langem Applaus gewürdigt wurde.
Darüber hinaus gedachte Leo XIV. dem Internationalen Tag des Sports für Entwicklung und Frieden am 6. April. Als begeisterter Tennis- und Schwimmsportler betonte er, dass Sport dank seiner universellen Sprache zu Orten der sozialen Integration und zu Instrumenten der Brüderlichkeit zwischen den Völkern werden kann.
Für den Papst ist Sport ein „Weg, um Barrieren zu überwinden und Einheit zu fördern“, gerade in einer Zeit starker globaler Spaltungen. Gleichzeitig unterstrich er, dass die Botschaft des Evangeliums in konkrete Gesten der Solidarität und des Willkommens umgesetzt werden müsse.