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IEA warnt: Größte Bedrohung für Energiesicherheit treibt Ölpreise weiter nach oben

ARCHIV: Die BP-Raffinerie im Ort Whiting im US-Bundesstaat Indiana am Montag, dem neunten März 2026.
ARCHIV: Die BP-Raffinerie in Whiting im US-Bundesstaat Indiana am Montag, dem neunten März 2026. Copyright  AP Photo/Erin Hooley
Copyright AP Photo/Erin Hooley
Von Doloresz Katanich mit AFP & AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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IEA-Chef Fatih Birol warnt: Im April geht keine neue Energiesendung auf die Reise, die Störung verschärft sich und könnte Wirtschaft weltweit treffen.

Der April könnte sich für die Energiemärkte und die Weltwirtschaft als schwieriger erweisen als der März. Davor warnte der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA) am Montag in Washington bei einer Veranstaltung des Atlantic Council.

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Im März kamen noch Lieferungen aus der Region an, die „lange vor Beginn der Krise verladen wurden“. IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol betonte jedoch: „Im April ist bislang nichts verladen worden.“

Die Ölpreise spiegeln die Schwere der beispiellosen Angebotskrise infolge des Kriegs gegen Iran noch nicht wider, fügte er hinzu.

„Schon bald dürften sich die Preise an die Realität dieser Krise anpassen. Das ist natürlich ein äußerst sensibles Thema für die Weltwirtschaft“, sagte er.

Birol warnte: „Bis heute sind 13 Millionen Barrel pro Tag vom Markt verschwunden. Morgen könnten es noch mehr sein. Beim Gas haben wir durch Russlands Einmarsch in die Ukraine etwa 75 Milliarden Kubikmeter verloren, und inzwischen liegt der Wert deutlich darüber.“

Er bezeichnete den Krieg gegen Iran und seine Folgen als die bislang größte Energiekrise.

„Je länger die Unterbrechung anhält, desto gravierender wird das Problem“, sagte er nach einem Treffen beim Internationalen Währungsfonds (IWF) vor Journalistinnen und Journalisten.

Birol ergänzte, die IEA sei „bereit zu handeln“ und könne bei Bedarf zusätzliche Reserven freigeben.

Seine Aussagen fielen bei Treffen mit den Spitzen von IWF und Weltbank. Dort arbeitet er in einer neu gegründeten Gruppe mit, die die Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs koordinieren soll.

Birol sagte, seine Behörde überwache die Energieanlagen in der Region. Von mehr als 80 betroffenen Standorten seien über ein Drittel schwer beschädigt. Die Wiederinbetriebnahme könne bis zu zwei Jahre dauern.

Er bekräftigte, die Welt stehe vor einer massiven Herausforderung für die Energiesicherheit, und fügte hinzu: „Kein Land ist gegen dieses Problem gefeit.“

IWF-Chefin Kristalina Georgieva sagte am Montag, man müsse das ganze Ausmaß der Auswirkungen durch die Zerstörung von Infrastruktur erfassen, die der Krieg verursacht hat.

Weltbank-Präsident Ajay Banga erklärte, die Institutionen bereiteten sich auf verschiedene Szenarien vor – je nachdem, wie lange der Konflikt dauert und wie heftig er noch wird.

Der IWF hat nach eigenen Angaben bis zu 50 Milliarden Dollar (42,5 Milliarden Euro) an Finanzhilfen bereitgestellt. Die Weltbank ist demnach bereit, bis zu 25 Milliarden Dollar (21,25 Milliarden Euro) beizusteuern.

Banga ergänzte am Montag, die Bank könne bei anhaltenden Kampfhandlungen in den kommenden sechs Monaten insgesamt bis zu 60 Milliarden Dollar (51 Milliarden Euro) mobilisieren.

US-israelische Angriffe auf Ziele im Iran, die am 28. Februar begannen, lösten eine Reaktion Teherans aus. Der Iran blockierte daraufhin faktisch die Straße von Hormus, eine zentrale Wasserstraße für Energie- und andere Frachtsendungen.

Am vergangenen Mittwoch einigten sich die USA und der Iran auf eine zweiwöchige Feuerpause, um Verhandlungen zu ermöglichen. Gespräche am Wochenende in Islamabad scheiterten jedoch, woraufhin Trump eine Seeblockade der Meerenge anordnete.

Die OPEC-Fördermenge ist im März um 7,89 Millionen Barrel pro Tag auf 20,79 Millionen Barrel gefallen, teilte das aus zwölf Staaten bestehende Kartell am Montag mit. Die Schließung der Meerenge habe die Produktion massiv eingeschränkt.

Unterbrechungen der Schifffahrt in der Region hätten die Sorgen um die regionalen Lieferströme verstärkt, erklärte die OPEC. Starke Käufe kurzfristig verfügbarer Spot-Ladungen, Förderkürzungen und der Ausruf höherer Gewalt hätten die Preisdynamik zusätzlich nach oben getrieben.

Die Organisation geht von einer insgesamt stabilen Nachfrage in diesem Jahr aus, senkte aber ihre Prognose für das laufende Quartal wegen des Kriegs.

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