Die Seedrohne soll aus ukrainischer Produktion stammen und enthielt wahrscheinlich Sprengstoff.
Fischer hatten vor der Küste der griechischen Insel Lefkada ein unbemanntes Wasserfahrzeug entdeckt. Sie alarmierten nach dem Fund umgehend die Behörden. Die Küstenwache stellte das Wasserfahrzeug sicher und übergab es zur weiteren Untersuchung an das Verteidigungsministerium. Berichten zufolge befand sich auch Sprengstoff an Bord. Die griechischen Behörden leiteten Ermittlungen ein.
Der ehemalige Vizeadmiral Stelios Fenekos sagte dem griechischen Staatssender ERT, das schwarz lackierte Gerät weise Merkmale einer Militärdrohne auf. Zugleich verwies er auf deutliche Ähnlichkeiten mit ukrainischen Überwasserdrohnen des Typs MAGURA V5.
Quellen aus dem Verteidigungsministerium bestätigten, dass derzeit untersucht werde, um welchen Typ von Wasserfahrzeug es sich handelt und woher es stammt.
Drohnen des Typs MAGURA wurden von der Ukraine wiederholt bei Angriffen auf russische Schiffe im Raum der annektierten Krim eingesetzt.
Am Freitagmorgen entfernte ein Bombenentschärfungsexperte der Armee die Sprengkapseln. Anschließend deaktivierten Beamte der Küstenwache die Batterien, um die Motoren außer Betrieb zu setzen.
Das Objekt soll nun mit einem Lastwagen zu einer Einrichtung der Streitkräfte transportiert werden, wo geprüft wird, ob es Sprengstoff enthält.
Die bisherigen Hinweise deuten darauf hin, dass es sich bei dieser speziellen Seedrohne möglicherweise um einen Teil der speziellen ukrainischen "Flotte" zum Abfangen und Angreifen russischer Schiffe oder Schiffe der sogenannten "Schattenflotte" handelt.