Während die US-Regierung den Druck auf progressive Organisationen erhöht, setzen die Open Society Foundations ein deutliches Zeichen: Die Soros-Stiftung will 300 Millionen Dollar in Demokratie und wirtschaftliche Sicherheit in den USA investieren.
Die von dem Milliardär und Philanthropen George Soros gegründeten Open Society Foundations (OSF) wollen in den kommenden fünf Jahren 300 Millionen Dollar (259 Millionen Euro) bereitstellen. Mit dem Geld sollen demokratische Institutionen gestärkt und die wirtschaftliche Sicherheit in den USA verbessert werden.
Die Zusage erfolgt vor dem Hintergrund zunehmenden politischen Drucks der US-Regierung auf gemeinnützige Organisationen und Großspender.
Unter Präsident Donald Trump haben konservative Verbündete und Abgeordnete progressive Non-Profit-Organisationen verstärkt ins Visier genommen. Verbündete im Kongress forderten die US-Steuerbehörde IRS und das Justizministerium DOJ auf, Organisationen zu untersuchen, denen sie vorwerfen, illegale Einwanderung, Klimaprogramme oder linksradikale Gruppen zu unterstützen.
Ende 2025 wies die damalige Justizministerin Pam Bondi die Strafverfolgungsbehörden an, mutmaßlich mit Antifa verbundene Non-Profit-Organisationen zu prüfen. Auf die Frage nach möglichen Ermittlungen gegen die OSF lehnte ein Sprecher des DOJ eine Stellungnahme ab.
"Wir setzen unsere Arbeit unvermindert fort. Wir lassen uns nicht einschüchtern oder mundtot machen", sagte Laleh Ispahani, Geschäftsführerin für die USA bei den OSF.
Die Mittel markieren die erste große US-Initiative, die unter der Leitung von Alex Soros beschlossen wurde. Der Sohn von George Soros hat nach einer umfassenden internen Neuordnung den Vorsitz der Stiftungen übernommen.
Die auf fünf Jahre angelegte Strategie versteht Bürgerrechte und wirtschaftliche Unsicherheit als eng miteinander verbundene Herausforderungen.
George Soros, seit Langem ein wichtiger Geldgeber der Demokraten, hat mehr als 32 Milliarden Dollar seines Privatvermögens für unterschiedliche Zwecke gespendet.