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Fußball-WM 2026 bricht jetzt schon Rekorde: Das sind die fünf Neuheiten

Passagiere gehen an einer Skulptur der WM-Trophäe im Internationalen Flughafen Benito Juárez in Mexiko-Stadt vorbei, Dienstag, 19. Mai 2026.
Passagiere gehen am internationalen Flughafen Benito Juárez in Mexiko-Stadt an einer Skulptur des WM-Pokals vorbei, Dienstag, 19. Mai 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Lucia Blasco
Zuerst veröffentlicht am
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Die WM 2026 bringt erstmals 48 Teams, 104 Spiele und drei Gastgeberländer. Nordamerika plant Rekorde, Super-Bowl-Show und trotz Hitzerisiken ein Turnier der Superlative.

Die Fußball-WM 2026 wird nicht nur die größte der Geschichte. Sie dürfte auch zu einer der ungewöhnlichsten und ambitioniertesten Turniere werden, die die FIFA je ausgerichtet hat. Rekorde, extreme Hitze und eine Halbzeitshow im Super-Bowl-Stil: Die WM 2026 wird Geschichte schreiben.

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Fünf Besonderheiten prägen das Turnier, das vom elften Juni bis zum 19. Juli in den USA, in Kanada und in Mexiko stattfindet.

1. Erste WM mit 48 Teams

Erstmals nehmen 48 Mannschaften teil, bisher traten 32 Teams an, zuletzt bei der WM 2022 in Katar. Das neue Format sieht zwölf Gruppen mit je vier Teams vor und erhöht die Gesamtzahl der Spiele von 64 auf 104.

Die Aufstockung verlängert auch das Turnier. Künftig wird es 39 Tage dauern. Zudem rücken mehr Teams aus Afrika, Asien und der Concacaf-Zone nach. Die FIFA will so die globale Vielfalt des Turniers vergrößern.

Ausstellung des FIFA-Museums in Science World in Vancouver, British Columbia, am Mittwoch, dem dreizehnten Mai 2026, vor der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026.
Ausstellung des FIFA-Museums in Science World in Vancouver, British Columbia, am Mittwoch, dem dreizehnten Mai 2026, vor der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026. (Ethan Cairns/The Canadian Press vía AP)

2. Drei Gastgeberländer für eine WM

Die USA, Mexiko und Kanada teilen sich erstmals die Austragung des Turniers. Noch nie zuvor fand eine Männer-WM in drei Gastgeberländern gleichzeitig statt.

Insgesamt gibt es 16 Spielorte in Nordamerika, von Vancouver bis Mexiko-Stadt und Miami. Die meisten Partien steigen in den USA, darunter alle K.-o.-Spiele ab dem Viertelfinale.

3. Aztekenstadion schreibt Geschichte

Das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt wird das erste Stadion, das Spiele bei drei verschiedenen Männer-Weltmeisterschaften erlebt – nach 1970 und 1986. Dort wird das Turnier eröffnet.

ARCHIV – Das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt, 100 Tage vor der Eröffnungsfeier der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026, am Dienstag, dem dritten März 2026.
ARCHIV – Das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt, 100 Tage vor der Eröffnungsfeier der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026, am Dienstag, dem dritten März 2026. Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.

Im Aztekenstadion fanden zudem zwei der denkwürdigsten WM-Finals statt: 1970 siegte Pelés Brasilien, 1986 Maradonas Argentinien.

Pelés Vermächtnis ist im Stadion weiterhin präsent. Vor Kurzem stellten die mexikanischen Behörden vor dem Stadion eine große Statue des Brasilianers auf – rechtzeitig zur WM 2026.

4. Hitze bereitet Spielern und Experten Sorgen

Eines der großen Themen rund um die WM 2026 ist nicht nur der Fußball, sondern auch das Klima.

Ein Bericht von World Weather Attribution (WWA), einer internationalen Forschungsinitiative zu extremen Wetterereignissen, warnt: Rund ein Viertel der Spiele könnte unter potenziell gefährlicher Hitze für Spieler und Fans stattfinden.

Städte wie Miami, Kansas City oder Philadelphia gehören zu den am stärksten von hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit betroffenen Austragungsorten im Juni und Juli. Die FIFA plant bereits Trinkpausen und weitere Schutzmaßnahmen.

Größeres Hitzerisiko: Die WM 2026 dürfte mehr gefährliche Spiele bringen als das Turnier 1994.
Größeres Hitzerisiko: Die WM 2026 dürfte mehr gefährliche Spiele bringen als das Turnier 1994. WWA

In einem offenen Brief, koordiniert vom Thinktank New Weather Institute und dem Netzwerk Cool Down Sport for Climate Action, warnen Fachleute aus Medizin, Sportwissenschaft und Klimaforschung, die vorgesehenen Pausen seien „zu kurz, um eine spürbare Rehydrierung und Abkühlung des Körpers zu ermöglichen“.

In dem Schreiben heißt es zudem, die aktuellen FIFA-Richtlinien zur Hitze seien „nicht zu rechtfertigen“. Die Expertinnen und Experten fordern den Weltverband auf, die Vorgaben an die Empfehlungen der internationalen Spielergewerkschaft FIFPRO anzupassen.

5. WM wird immer mehr zur Showbühne

Die FIFA prüft zudem, in der Halbzeit des Endspiels eine große Musikshow einzubauen – nach dem Vorbild großer US-Sportereignisse wie der Super Bowl.

Das Finale findet im MetLife Stadium in New Jersey statt, einer der größten Arenen der USA und regelmäßig Bühne für Konzerte und Großevents.

Eine solche Halbzeitshow wäre bei einem Männer-WM-Finale neu. Bisher konzentrierte sich die Unterhaltung auf die Zeit vor dem Anpfiff sowie auf Eröffnungs- und Schlussfeiern.

Nach Angaben der FIFA sollen Stars wie Shakira, Madonna und die südkoreanische Gruppe BTS den Pausenauftritt des Endspiels prägen. Produziert wird die Show gemeinsam mit der Organisation Global Citizen und unter Mitwirkung von Chris Martin, dem Sänger von Coldplay.

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