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US-Medien: Trumps Festsaal kostet 516 Millionen Euro, Hälfte zahlen Steuerzahler

Arbeiter bauen den Ballsaal des Weißen Hauses in Washington weiter aus, am sechsten Juni 2026
Am Weißen Haus in Washington arbeiten Bauleute am neuen Ballsaal weiter, am sechsten Juni 2026. Copyright  AP Photo
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Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
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Das Projekt nahm letztes Jahr seinen Anfang. Trump ließ damals nahezu ohne Vorwarnung und ohne Rücksprache mit dem Kongress den historischen Ostflügel des Weißen Hauses abreißen.

Das Ballsaal-Projekt von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus dürfte bis zu 600 Millionen Dollar (516 Millionen Euro) kosten. Mehr als die Hälfte soll laut „Washington Post“ aus Steuergeldern stammen, berichtete die Zeitung am Dienstag.

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Trump hatte die Kosten zuvor auf 400 Millionen Dollar (344 Millionen Euro) veranschlagt und immer wieder betont, private Geldgeber – einschließlich seiner selbst – würden den Neubau finanzieren. Der Ballsaal gilt als Herzstück seines Versuchs, der US-Hauptstadt seinen Stempel aufzudrücken.

Die Zeitung berief sich auf eine detaillierte Kostenaufstellung, die der Baukonzern Clark Construction im Auftrag der Trump-Regierung erstellt hat. Das Unternehmen ist für den Bau des Ballsaals engagiert.

Das Projekt begann im vergangenen Jahr. Trump ließ damals mit kurzer Vorwarnung und ohne Rücksprache mit dem Kongress den gesamten historischen Ostflügel des Weißen Hauses abreißen.

Ende März bekräftigte Trump vor Journalisten, das Projekt werde höchstens 400 Millionen Dollar kosten. Er nannte es „steuerzahlerfrei“.

US-Präsident Donald Trump bei einem Arbeitsmittagessen mit Staats- und Regierungschefs der G7 und des Nahen Ostens in Évian-les-Bains, 16. Juni 2026
US-Präsident Donald Trump bei einem Arbeitsmittagessen mit Staats- und Regierungschefs der G7 und des Nahen Ostens in Évian-les-Bains, 16. Juni 2026 AP Photo

Doch eine Zusammenfassung für das Weiße Haus hatte bereits Anfang des Monats Gesamtkosten von 600 Millionen Dollar veranschlagt. Nur 293 Millionen Dollar (252 Millionen Euro) sollten demnach aus „privaten Quellen“ stammen, schrieb die Washington Post.

Als Trump diese Aussagen im März machte, hatte seine Regierung bereits mehr als ein Dutzend Zahlungen aus öffentlichen Mitteln an Clark Construction genehmigt. Ihr Volumen lag im zweistelligen Millionenbereich, so die Zeitung unter Berufung auf eine Liste der Rechnungen des Unternehmens, die den Journalisten vorliegt.

Als Trump den Ballsaal erstmals ins Spiel brachte, sprach er von Kosten in Höhe von nur 200 Millionen Dollar (172 Millionen Euro).

Demokratische Gegner des Präsidenten verweisen auf den vergoldeten Ballsaal und andere teure Bauprojekte in der US-Hauptstadt. Für sie sind sie ein Beleg dafür, dass der Milliardär im Weißen Haus den Alltag der Menschen im Land aus dem Blick verloren hat.

Bau des neuen Ballsaals im Weißen Haus, gesehen aus einem Fenster des East Room, vierter Mai 2026
Bau des neuen Ballsaals im Weißen Haus, gesehen aus einem Fenster des East Room, vierter Mai 2026 AP Photo

Republikaner fürchten, die anhaltende Sorge vieler Wähler über die Lebenshaltungskosten könne ihnen bei den Kongresswahlen im November zum Verhängnis werden. Besonders stark belastet die Menschen demnach der Anstieg der Spritpreise infolge des Iran-Kriegs.

„Das ist ein Geschenk an die Vereinigten Staaten von Amerika“, sagte Trump im vergangenen Monat und führte Journalisten über die Baustelle. Er musste dabei seine Stimme gegen den Lärm von Hämmern und Sägen erheben.

„Das ist alles mein Geld und das Geld von Spendern. Das kostet die Steuerzahler nichts“, so Trump.

Nach Veröffentlichung der Recherchen zu den internen Kostendokumenten veröffentlichte das Weiße Haus eine Stellungnahme, wie die Washington Post berichtete. Darin heißt es, „Präsident Trump und großzügige amerikanische Patrioten finanzieren den Ballsaal mit rund 400 Millionen Dollar“.

Das Bauunternehmen erklärte, Details des Projekts seien vertraulich.

Arbeiten am Ballsaal des Weißen Hauses in Washington gehen weiter, 19. Mai 2026
Arbeiten am Ballsaal des Weißen Hauses in Washington gehen weiter, 19. Mai 2026 AP Photo

Trump betonte, das Weiße Haus brauche einen großen Ballsaal für Staatsbankette und andere große Veranstaltungen.

Das Projekt hat einen Rechtsstreit ausgelöst. Ein Richter ordnete im März an, dass alle Arbeiten über der Erde gestoppt werden müssen.

Die Entscheidung ist vorläufig ausgesetzt; ein Berufungsgericht prüft den Fall.

Die Regierung Trump argumentiert, der Bedarf an einem Ballsaal sei nach einem Vorfall im April noch dringlicher geworden. Damals habe ein bewaffneter Mann versucht, in ein Gala-Dinner für die Presse einzudringen, an dem der Präsident teilnahm.

Weitere Quellen • AFP

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