Die Behörde für die Meerenge im Persischen Golf hat mitgeteilt, dass Schiffe mit "regelkonformen Durchfahrtsanträgen" die Meerenge passieren dürfen.
In der Straße von Hormus spitzt sich die Lage erneut zu. Nach Berichten hat der Iran die Meerenge wieder geschlossen. Damit steht die erst kürzlich unterzeichnete Verständigung zwischen den USA und Iran erneut auf der Kippe.
In einem Beitrag auf Telegram meldete der iranische Aktivist Ilia Hashemi am Freitag, es habe Warnschüsse in der Region gegeben. Schiffe seien aufgefordert worden, sich der Meerenge nicht zu nähern. Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Transitwegen für Energie weltweit.
Später erklärte Hashemi, die Warnschüsse seien eingestellt worden. Schiffe erhielten über Funk jedoch keine Antwort auf die Frage, ob die Durchfahrt tatsächlich gesperrt sei.
Gleichzeitig teilte die für die Meerenge zuständige Behörde am Persischen Golf mit, dass Schiffe mit „ordnungsgemäßen Transitgesuchen“ die Passage innerhalb des „bekanntgegebenen Zeitraums“ nutzen dürfen.
Die Behörde verlangte, dass Besatzungen ihre Anträge mindestens 48 Stunden vor Ankunft an der Meerenge stellen. Für 60 Tage sollen keine Durchfahrtsgebühren anfallen.
Parallel dazu tauschten Israel und der Libanon in der Nacht zum Freitag eine Serie von Angriffen aus.
Die israelische Armee meldete, dass am Donnerstag im Süden des Landes vier ihrer Soldaten getötet wurden. Weitere fünf seien am Freitag beim Einschlag einer „explosiven Drohne“ verletzt worden.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, er werde „Angriffe auf unsere Soldaten“ nicht hinnehmen und kündigte an, der Hisbollah einen „sehr hohen Preis“ aufzuerlegen.
Der israelische Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, hatte zuvor gefordert, „der gesamte Libanon“ solle nach den Angriffen „brennen“.
Die israelischen Streitkräfte griffen in der Nacht Ziele im Süden des Libanon an. Nach eigenen Angaben galten die Luftschläge Kämpfern und Infrastruktur der Hisbollah. Nach Berichten kamen bislang mindestens 18 Menschen ums Leben.
Unterdessen wurden die in der Schweiz geplanten Gespräche zwischen den USA und Iran zur Umsetzung ihres ersten Friedensabkommens verschoben.