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Dürre-Alarm in Frankreich: Alle Departements unterliegen Wasser-Beschränkungen

Badegäste suchen Schatten an den Ufern der Gorges du Verdon im Süden Frankreichs. Der Wasserstand sinkt. Dienstag, neunter August 2022.
Badende suchen Schatten an den Ufern der Gorges du Verdon im Süden Frankreichs; der Wasserstand des Flusses sinkt am Dienstag, dem neunten August 2022. Copyright  Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved
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Von Célia Gueuti
Zuerst veröffentlicht am
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Die Dürre erfasst inzwischen fast das gesamte Festland von Frankreich: In allen Départements gelten Warnstufen, rund 70 Prozent des Landes unterliegen Wasserauflagen.

Auf der Frankreichkarte des staatlichen Wasserportals "Vigieau" ist kein Grün mehr zu sehen. Am Montag, den zehnten August, standen alle 99 Départements des französischen Festlands auf Dürrealarm. 67 von ihnen riefen sogar die höchste Stufe "Krise" aus.

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Über die reine Wachsamkeit der Bevölkerung in Trockenperioden hinaus gelten nun Einschränkungen beim Wasserverbrauch. Das Département Creuse in der Mitte des Landes gehört zu den Gebieten, die die Stufe "Krise" ausgerufen haben.

Dort ist es verboten, ein Schwimmbecken zu füllen, den Gemüsegarten zwischen acht und 20 Uhr zu bewässern oder das Auto zu Hause zu waschen. Die Einschränkungen treffen aber auch grundlegende Nutzungen von Wasser.

Offenliegende öffentliche und private Brunnen sind abgestellt. Grünanlagen bleiben ohne Bewässerung, ihnen muss die Hoffnung auf Regen genügen. Selbst Gartencenter müssen sich an vorgegebene Gießzeiten für ihre Pflanzen halten.

Wie die Metropole Grand Lyon erläutert, beschränkt die Stufe "Krise“ die Wassernutzung auf "lebenswichtige Zwecke": Körperhygiene, Trinken und den Schutz der eigenen Sicherheit.

Die Dürrepläne aktivieren die Präfekturen nach eigenem Ermessen. Sie greifen, sobald die Lage als "besorgniserregend" gilt.

Regenreiche Winter, Frühlingsdürre, Sommertrockenheit

Das Département Manche im Westen Frankreichs steht seit mehr als einem Jahr unter Dürrealarm. Die Region ist zwar für häufige Schauer bekannt, doch laut Präfektur haben sich die Grundwasserstände auch im Winter kaum erholt.

Bereits im April 2026 rief die Präfektur von Loire-Atlantique private Haushalte zum Wassersparen auf. Ähnliche Empfehlungen gab es in den Départements Deux-Sèvres und Charente-Maritime.

Die Grundwasserreserven waren in vielen Départements also schon niedrig. In diesem Sommer kommen mehrere Faktoren zusammen, die die Trockenheit in Frankreich verschärfen.

In den vergangenen Monaten fiel nur wenig Regen. Im Juli lagen 15 Départements in der Kategorie "extreme Dürre“, vor allem im Norden des Landes. Im Juli 2026 fielen in Paris lediglich 5,4 Millimeter Regen. Im Juli 2025 waren es noch 94,9 Millimeter.

Doch nach Einschätzung der Wissenschaftler verstärken vor allem anhaltende Hitzeperioden und nicht mehr in erster Linie fehlender Regen die Dürre. Die Temperaturen bleiben auch Anfang August hoch. Am Montag, den zehnten August, setzte der Wetterdienst Météo France 22 Départements auf Hitzewarnstufe Orange. Tags darauf erreichten bereits 43 Départements dieses Alarmniveau.

Dürre in Frankreich: Welche Wasserpolitik?

Wasser entwickelt sich zunehmend zu einem Thema im französischen Präsidentschaftswahlkampf. Bei einem Besuch in Argelès-sur-Mer in den Pyrénées-Orientales griff Gabriel Attal das Thema auf und erklärte, er wolle es nicht allein "den Grünen und La France Insoumise überlassen".

Jean-Luc Mélenchon hatte die Dürre bereits zuvor zu einem seiner Schwerpunkte gemacht – mit Vorschlägen, die den traditionellen Themenbereich der Umweltbewegung direkt angreifen.

Der Kandidat der radikalen Linken schlägt unter anderem eine neue Verwaltungsgliederung nach Einzugsgebieten der Flüsse vor, die er "Öko-Regionen" nennt. Nach seiner Ansicht ließen sich so die Wasserreserven besser steuern.

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