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Dobrindt plant "Cyberdome" gegen Sabotage durch Hacker und Drohnen

Am Freitag, dem siebten August 2026, durchsuchen Polizisten ein Feld auf dem Gelände des Flughafens Leipzig in Schkeuditz nach einer Drohne.
Polizisten durchsuchen am Freitag, dem siebten August 2026, ein Feld auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle in Schkeuditz nach einer Drohne. Copyright  (c) Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Copyright (c) Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am
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Der neue Plan des Bundesregierung sieht einen Schutzschirm vor: ein Netz digitaler Sensoren, das Hackerangriffe früh erkennen und stoppen soll.

Deutschland will einem Bericht der BILD zufolge einen Schutzschild gegen Sabotage aufbauen. Auslöser ist demnach der versuchte Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig Anfang August.

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Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sagte dem Blatt, hybride Angriffe aus Russland seien inzwischen "tägliche Realität" und dürften weiter zunehmen. Es gebe aber Möglichkeiten, wie sich Deutschland dagegen schützen könne.

Der Plan sieht den Aufbau eines "Cyberdome" vor - bestehend aus einem Netz digitaler Sensoren, das Hackerangriffe aufspüren und abwehren soll.

Außerdem sollen die mobilen Drohnen-Abwehrkräfte der Polizei ausgebaut werden. In wichtigen Städten wie Berlin, München und Hamburg sind "schnell einsetzbare Einheiten“ geplant, die den Luftraum über großen Verkehrsknotenpunkten sichern sollen.

Auch der Einsatz von KI-Technologie wie Gesichtserkennung soll deutlich ausgeweitet werden, um potenzielle Angreifer aufzuspüren. Unternehmen sollen zudem das Recht erhalten, Drohnen zu orten und "aktiv gegen sie vorzugehen“.

Diese Möglichkeit war auch nach den Sabotageakten gegen Umspannwerke - und damit auf die Stromproduktion - erörtert worden.

Flughafen Leipzig/Halle: Drohne mit Sprengstoff

Die Ankündigung Dobrindts, einen Schutzschirm einzurichten, folgt auch auf die formelle Anschuldigung der Bundesregierung, Moskau stecke hinter den mit Sprengstoff bestückten Drohnen in Leipzig.

Am 4. August wurden am Flughafen Leipzig/Halle, einem wichtigen Fracht-Drehkreuz, nach dem Fund einer Drohne mit Sprengstoff Start- und Landebahnen gesperrt sowie Flüge umgeleitet.

In einer Pressekonferenz kündigte Außenminister Johann Wadephul an, Berlin werde gegen Russland "als Täter des hybriden Angriffs von Leipzig“ Maßnahmen ergreifen. Das russische Konsulat in Bonn und das Russische Haus in Berlin sollen geschlossen werden.

„Das russische Generalkonsulat in Bonn wird bis zum 18. September geschlossen“, sagte Wadephul. Zudem solle es strengere Grenzkontrollen für russische Staatsbürger geben und mehr Druck auf die russische Schattenflotte.

Die russische Botschaft in Deutschland wies die Vorwürfe später in einer Erklärung zurück und drohte wegen der Sanktionen mit "Konsequenzen“.

Sergej Netschajew, der russische Botschafter in Deutschland, "wies die von Berlin erhobenen Anschuldigungen als "unbegründet, absurd und dem gesunden Menschenverstand widersprechend kategorisch zurück", hieß es.

Mit Blick auf die deutschen Sanktionen verlautete von Seiten der Botschaft Russlands: „Er stellte fest, dass die von deutscher Seite angekündigten Maßnahmen eine beispiellose Eskalation der russisch-deutschen Beziehungen darstellen und nicht ohne Folgen bleiben werden, für die die Bundesregierung die volle Verantwortung tragen wird.“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bekundete die „volle Solidarität“ der EU mit Deutschland wegen des versuchten Anschlags. Nach ihren Worten kamen dabei „militärische Materialien“ zum Einsatz, der Angriff sei „von russischen Agenten auf dem Boden der Europäischen Union ausgeführt“ worden.

„Wenn das Ziel war, uns ins Grübeln zu bringen, ob wir die Ukraine weiter unterstützen, kann ich nur sagen: Das Gegenteil ist der Fall, mein Entschluss ist noch fester geworden“, sagte Ursula von der Leyen.

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