An diesem Dienstag sollen laut BILD zwei deutsche Minister Russlands Geheimdienst für die mit Sprengstoff bestückten Drohnen am Flughafen Leipzig mutmaßlich verantwortlich machen.
Seit dem Fund von mehreren mit Sprengstoff bestückten Drohnen am Flughafen Leipzig hatte vor allem Bundesinnenminister Alexander Dobrindt immer wieder erklärt, dass "fremde Mächte" hinter den hybriden Angriffen steckten. Der CSU-Politiker sprach von einem "neuen Anschlagsszenario". Dobrindt war gleich am 4. August an den Ort des Geschehens gereist, während sich Bundeskanzler Friedrich Merz erst nach seiner Sommerpause drei Wochen später zu den Drohnenangriffen äußerte.
Wie BILD berichtet, wollen Innenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul heute öffentlich einen russischen Geheimdienst als mutmaßlich verantwortlich für die Drohnen-Attacken von Leipzig benennen.
An mindestens zwei Drohnen waren laut Medienberichten, die sich auf Ermittlungsteams berufen, Päckchen mit militärischem Sprengstoff befestigt.
Über mögliche Reaktionen der Bundesregierung gegen Russland war seit dem Vorfall spekuliert worden.
Wadephul unterbricht für die Pressekonferenz zu den Drohnen in Leipzig offenbar seine Reise zum EU-Außenministertreffen in Irland. In den vergangenen Tagen hieß es aus Berlin, die Bundesregierung stimme ihre Reaktion auf die Drohnen von Leipzig mit den Partnern im Ausland ab.
Warnung von Kanzler Merz
Auch jetzt hält sich der Kanzler offenbar zunächst zurück und überlässt die Nennung der mutmaßlichen Urheber der Attacken seinen Ministern. Dabei hatte Friedrich Merz am 25. August angekündigt, dass die Verantwortlichen für die Drohnen von Leipzig "dafür bezahlen müssen". Er hatte zudem gewarnt: "Angreifer nehmen zunehmend skrupellos auch schwere Sachschäden, sogar Verletzte und Tote in Kauf."
Die erste Drohne mit einem Sprengstoff-Päckchen war neben einem Frachtflugzeug der ukrainischen Antonov-Airlines gefunden worden und sollte offenbar eine mit Treibstoff gefüllte Tragfläche der Frachtmaschine zur Explosion bringen.