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Archäologen entdecken in Ägypten 4.400 Jahre alte Grabkammer

Bilder von der Ausgrabung
Bilder der Ausgrabung Copyright  Ministerio de Turismo y Antigüedades de Egipto vía Instagram
Copyright Ministerio de Turismo y Antigüedades de Egipto vía Instagram
Von Escarlata Sánchez
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Eine spanisch‑ägyptische Grabung hat in Saqqara ein außergewöhnliches Grab aus der späten fünften Dynastie mit zwei Kultkapellen und farbigen Reliefs entdeckt.

Eine spanisch-ägyptische archäologische Mission unter Leitung des spanischen Ägyptologen Josep Cervelló hat in der Nekropole von Saqqara südwestlich von Kairo ein „ungewöhnlich schönes“ Grab aus der späten fünften Dynastie des Alten Reiches Ägyptens (2494–2345 v. Chr.) entdeckt.

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Das ägyptische Ministerium für Tourismus und Altertümer bestätigte, dass das Grab aus dem späten Abschnitt der fünften Dynastie stammt, aus der Regierungszeit von Djedkare Isesi, und in der Mariette-Nekropole nördlich von Saqqara liegt. Laut der Mitteilung beherbergt es „zwei Kultkapellen, die zwei hohen Beamten gehören, Younmin und seinem Vater Ity“.

Die Grabungsstätte.
Die Grabungsstätte. Ministerio de Turismo y Antigüedades de Egipto vía Instagram

Nach Angaben der UAB macht das Grab bislang unbekannte Persönlichkeiten von großem historischem, sozialem und kulturellem Interesse sichtbar. Für das archäologische Team kam der Fund auch wegen der Fülle und Schönheit des Monuments überraschend.

Zu den auffälligsten Elementen gehören ein Architrav von hoher handwerklicher Qualität und Bestattungstexte, die genau auf die Person und die Ämter des Grabherrn zugeschnitten sind. Das ägyptische Ministerium betont außerdem den außergewöhnlichen Erhaltungszustand der Szenen und Reliefs, die „landwirtschaftliche Arbeiten und Opferprozessionen“ zeigen, und weist darauf hin, dass viele von ihnen ihre Originalfarben bewahrt haben.

Aufnahmen der Ausgrabung
Aufnahmen der Ausgrabung Ministerio de Turismo y Antigüedades de Egipto vía Instagram

Zur Dekoration gehören auch Darstellungen von Eseln und anderen Tieren. Nach Angaben der ägyptischen Behörden liefert der Fund „neue und wertvolle Daten zur Architektur, Kunst und zum Verwaltungsleben des Alten Ägypten gegen Ende der fünften Dynastie“.

Ausgrabung zeigt Alltag in der Nekropole von Saqqara

Die Mastaba besticht neben ihrem historischen und wissenschaftlichen Wert auch durch ihre Schönheit. Die Archäologen vermuten, dass das Doppelgrab den sozialen Aufstieg Yunmens widerspiegelt: Er war der Sohn eines Provinzbeamten, stieg bis in eine hohe Position in der Zentralverwaltung auf und wollte sein jenseitiges Schicksal mit seinem Vater teilen.

Das Gebiet war seit den Ausgrabungen von Auguste Mariette im 19. Jahrhundert bekannt, wurde aber nie systematisch untersucht und dokumentiert. Die Forschenden wollen die Topografie von Saqqara rekonstruieren und die Nekropole als lebendigen Raum verstehen, in dem die alten Ägypter Opfer darbrachten und fortlaufend an der Errichtung von Grabbauten arbeiteten.

Aufnahmen der Ausgrabung
Aufnahmen der Ausgrabung Ministerio de Turismo y Antigüedades de Egipto vía Instagram

Ziel ist es, zu verstehen, wie die Nekropole organisiert war und funktionierte – von Straßen und Plätzen über die Wege der Menschen bis zu den Kultpraktiken. Die Analyse von Karten und die Rekonstruktion des Geländes führten das Team zu einer bislang unbekannten Mastaba und zu Spuren von zwei weiteren in der Nähe, die in kommenden Kampagnen freigelegt werden sollen.

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