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"Dann verkauft niemand mehr Öl": Iran droht mit Angriffen auf Infrastruktur und Einsatz neuer Waffen

Archivaufnahme: Iranische Marineangehörige beziehen während einer Übung im Golf von Oman Stellung, 28. Dezember 2011
ARCHIV: Soldaten der iranischen Marine beziehen während eines Manövers im Golf von Oman Stellung, 28. Dezember 2011 -  Copyright  AP Photo
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Von Euronews Persian
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Irans Parlamentspräsident Ghalibaf erklärt, wenn Iran kein Öl exportieren könne, werde niemand in der Region Öl exportieren. Gleichzeitig zeigen sich die Revolutionsgarden kämpferisch.

Jede Behinderung der iranischen Energieexporte hätte Folgen für die gesamte Region. Das sagte Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf am Dienstag in Teheran. Zugleich griffen Vertreter der Revolutionsgarden (IRGC - für "Islamic Revolutionary Guard Corps") US-Präsident Donald Trump öffentlich an und verkündeten den möglichen Einsatz neuer Waffen.

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"Wenn Iran sein Öl nicht verkaufen kann, wird niemand in dieser Region Öl verkaufen. Und wenn unsere Sicherheit nicht gewährleistet ist, ist keine Infrastruktur sicher“, drohte Ghalibaf in einer Online-Sitzung mit den Abgeordneten. Und der Parlamentspräsident warnte Washington vor "Fehleinschätzungen". Schon seit Monaten zeigt sich Bagher Ghalibaf den USA gegenüber oft aggressiv.

Bei der Generalversammlung der UNO in New York hatte Irans Präsident die Drohungen von US-Präsident Trump zurückgewiesen.

"Das iranische Volk darf sich niemals von Blockaden und Drohungen einschüchtern lassen. Wenn die amerikanische Entscheidungsmaschinerie diese grundlegende Realität nicht versteht, bleibt sie gefangen in einem Kreislauf schwerer Schläge durch die iranische Nation", so Ghalibaf.

Trump sei "ein großer Lügner"

Gleichzeitig erklärte IRGC-Sprecher Hossein Mohebi auf einer Pressekonferenz mit ausländischen Medien, Trump sei "ein großer Lügner". Die US-Truppen müssten den Nahen Osten verlassen, Teheran produziere fortlaufend neue Waffen.

Sardar Mohbi, Sprecher der Revolutionsgarden des Iran
Sardar Mohbi, Sprecher der Revolutionsgarden des Iran IRNA

"Wir entwerfen ständig neue Waffen, modernisieren vorhandene Systeme und produzieren Rüstungsgüter in großer Stückzahl, um uns zu verteidigen“, sagte Mohebi.

„Wenn die Auseinandersetzungen eine andere Form annehmen, werden wir sicher neue Waffen einsetzen.“

Ebrahim Azizi, der Vorsitzende des nationalen Sicherheitsausschusses des Parlaments, erläuterte, Iran sei vollständig auf einen Konflikt vorbereitet, der heftiger ausfallen könnte als der von ihm so bezeichnete "40-Tage-Krieg" - womit er den Konflikt ab Ende Februar 2026 meinte.

IRGC: US-Militärbasen sind "Quelle der Unsicherheit"

Zu den regionalen Beziehungen des Iran sagte Mohebi, US-Militärbasen seien eine "Quelle der Unsicherheit" in der Region. Doch er verwies auch auf "langjährige Verbindungen" zu 15 Nachbarstaaten des Iran.

Seit den gemeinsamen US-israelischen Angriffen auf Iran Ende Februar, dem Auftakt des Krieges, haben die Vergeltungsaktionen Teherans diese Beziehungen belastet. Die Spannungen verschärft haben iranische Angriffe auf das Territorium von Nachbarstaaten, Behinderungen der Schifffahrt und lange Sperrungen der Straße von Hormus.

Vertreter Irans betonen, ihre Angriffe richteten sich ausschließlich gegen US-Militärziele. Anwar Gargash, ein außenpolitischer Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, sagte kürzlich in Dubai, die Beziehungen zu Teheran müssten fortgeführt werden. Das durch Angriffe am Golf beschädigte Vertrauen werde sich jedoch erst in Jahren wieder aufbauen lassen.

Mit Blick auf das iranische Atomprogramm wies Mohebi Behauptungen zurück, Iran sei nur wenige Wochen von der Herstellung einer Nuklearwaffe entfernt. Das sei "dieselbe Lüge, die seit 25 Jahren verbreitet wird".

Die Internationale Atomenergieorganistation (IAEA) hat bislang keine Vereinbarung mit Teheran über eine Rückkehr der Inspektoren oder die Wiederaufnahme der Überwachung erzielt.

Seit Modschtaba Chamenei zum neuen Ayatollah der Islamischen Republik ausgewählt wurde, häufen sich in der politischen Elite Irans Stimmen, die eine Überprüfung der nuklearen Doktrin des Landes fordern. Das sorgt international für wachsende Besorgnis.

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