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Katar: Haushaltsdefizit steigt im zweiten Quartal auf 5 Mrd. € wegen LNG-Störungen

Skyline von Doha, Katar, 18. Januar 2026.
Skyline von Doha, Katar, 18. Januar 2026. Copyright  (Sean Kilpatrick/The Canadian Press via AP)
Copyright (Sean Kilpatrick/The Canadian Press via AP)
Von Mohamed Elashi
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Das Defizit im ersten Halbjahr übersteigt Qatars Jahresprognose. Doha spart bei Betriebsausgaben, Löhne und Großprojekte bleiben unangetastet. Europas Gaskunden drohen wegen des Iran-Kriegs Lieferausfälle bis November.

Katars Haushaltsdefizit (Quelle auf Englisch) hat sich im zweiten Quartal 2026 auf 21,2 Mrd. Riyal (5 Mrd. Euro) mehr als verdoppelt. Das teilte das Finanzministerium am Dienstag mit.

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Im ersten Quartal hatte das Defizit noch bei 10,3 Mrd. Riyal (2,44 Mrd. Euro) gelegen.

Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf rund 25,6 Mrd. Riyal (6,06 Mrd. Euro). Die Ausgaben (Quelle auf Englisch) erreichten etwa 46,9 Mrd. Riyal (11,1 Mrd. Euro).

Am 25. August wies der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Majed al-Ansari, Berichte über staatliche Ausgabenkürzungen zurück. Die genannten Zahlen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden, erklärte er.

Die gemeldeten Kürzungen von bis zu 30 Prozent beträfen nur laufende Betriebskosten und ließen Gehälter sowie Investitionsprojekte außen vor, sagte er. Er sprach von vorübergehenden Vorsichtsmaßnahmen, die zu Beginn der regionalen Krise eingeführt worden seien.

Durch die beiden Quartalsdefizite summiert sich das Minus im ersten Halbjahr auf 31,5 Mrd. Riyal (7,45 Mrd. Euro). Damit übersteigt es bereits die ursprünglich für das Gesamtjahr 2026 veranschlagte Lücke von 21,8 Mrd. Riyal (5,16 Mrd. Euro).

Katar: LNG-Lieferungen gestört

Die Störungen bei den Lieferungen von verflüssigtem Erdgas aus Katar treffen inzwischen auch Abnehmer in Europa.

Am 28. August teilte der italienische Versorger Edison mit, dass QatarEnergy die Erklärung höherer Gewalt für Lieferungen bis Anfang November verlängert habe. Damit steigt die Zahl der im Rahmen des Liefervertrags betroffenen LNG-Ladungen auf 29.

Edison betonte, man könne Ersatzlieferungen beschaffen und die Verpflichtungen gegenüber den Kunden weiter erfüllen.

Schiffsverfolgungsdaten vom 7. September zeigten sechs leere, mit Katar verbundene LNG-Tanker, die sich im Golf von Oman befanden oder dorthin unterwegs waren.

Dem Bericht zufolge hatten Daten des Analysehauses Kpler zudem ein weiteres leeres Schiff erfasst, das die Straße von Hormus in Richtung Katar passiert hatte.

Im selben Bericht war von 15 beladenen LNG-Tankern die Rede, die im Golf verblieben seien; zwei leere Schiffe seien nach Annäherung an die Meerenge wieder umgekehrt. Aus diesen Bewegungen lasse sich allein jedoch nicht schließen, dass die regulären Exporte wieder angelaufen sind.

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