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Britische Wirtschaft steckt "Brexit" vorerst weg - doch Ängste vor einem "dicken Ende" bleiben

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Von Euronews
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Die Unsicherheit nach dem Anti-EU-Referendum hat die britische Wirtschaft im Sommer kaum gebremst.

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Die Unsicherheit nach dem Anti-EU-Referendum hat die britische Wirtschaft im Sommer kaum gebremst.

Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen Juli und September um 0,5 Prozent zum Vorquartal, weit stärker als erwartet, so das nationale Statistikamt ONS. “Wir haben wenig Belege dafür, dass es einen deutlichen Effekt unmittelbar nach dem Votum gab”, sagte ONS-Chefvolkswirt Joe Grice.

0.5% growth in #GDP in Q3, led by strong growth in services, particularly films, retail and computer programming https://t.co/0fCtmlthvu

— ONS (@ONS) 27. Oktober 2016

Dienstleistungen, besonders Filme, Einzelhandel und Computerprogrammierung hätten die Wirtschaft angeschoben, so das Amt. Industrie und Bau schwächelten. Die Fundamentaldaten der britischenWirtschaft seien stark, reagierte Finanz- und Wirtschaftsminister Philip Hammond, “ich bin zuversichtlich, dass unsere starke Bindung an den Rest der Welt uns gut aufstellen wird – zumal wir eine Wirtschaft schaffen, die für alle gut ist.”

Here's my response to today's ONS</a> GDP figures. <a href="https://t.co/GGdt0UCFkr">pic.twitter.com/GGdt0UCFkr</a></p>&mdash; Philip Hammond (PHammondMP) 27. Oktober 2016

Regierungschefin Theresa May will den offiziellen Antrag zum Austritt aus der Europäischen Union bis Ende März einreichen. Knackpunkt dürfte sein, ob der Ausstieg weich oder hart wird – ob also die Briten Teil des gemeinsamen EU-Binnenmarkts bleiben oder nicht.

STIMMUNG; PFUND NACH “BREXIT” AUF TALFAHRT

Das “Brexit”- Votum hatte die Stimmung in der britischen Wirtschaft zunächst einbrechen lassen und das Pfund auf Talfahrt geschickt. Noch wirkten die Prognosen (britisches Finanzministerium, OECD) nach: Ein EU-Austritt würde jeden Haushalt jährlich am Ende um die 5.000 Euro kosten .

“Ein “Brexit” ist wie eine Steuer”, so OECD-Generalsekretär Ángel Gurría (der BBC) vor der Volksabstimmung, auch der Internationale Währungsfonds (IWF) warnte vor einem EU-Ausstieg. Beide sehen für das laufende Jahr noch flotte 1,8 Prozent Wachstum – die Industrie freut sich über den niedrigen Pfundkurs, der Exporte verbilligt.

UK GDP growth decent in 3Q, but likely to slow further: https://t.co/9X45cQvkFP ($) pic.twitter.com/sDCKtF8YVk

— Jamie Murray (@JMurray804) 27. Oktober 2016

KOMMT DAS “DICKE ENDE” AB 2017?

Für 2017 kappten sie ihre Vorhersagen aber um gut ein Drittel bis fast die Hälfte (- auf 1 bis 1,1 Prozent). Dann erst dürfte die Unsicherheit über die Handelsbeziehungen auf die Konjunktur durchschlagen, meinen Volkswirte.

Im August hatten die britische Notenbank ihre Geldpolitik gelockert, (um der Wirtschaft über die ersten Turbulenzen hinwegzuhelfen.) Nächste Woche entscheiden sie, wie es weitergeht. Volkswirte rechnen in einer Umfrage (so “Reuters”) mit einem Zinsschnitt (auf ein Rekordtief) erst Anfang 2017.

su mit Reuters

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