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Kampf gegen Inflation: Bundesbank-Chef Weidmann (53) tritt zurück

Scheidender Bundesbank-Chef Jens Weidmann
Scheidender Bundesbank-Chef Jens Weidmann Copyright Kay Nietfeld/(c) Copyright 2020, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Von Euronews
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Dass der Rückzug von Jens Weidmann nicht nur persönliche Gründe hat, lässt sich aus seiner Mitteilung ablesen.

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Bundesbank-Chef Jens Weidmann will zum Jahresende zurücktreten. Das hat er überraschend an diesem Mittwoch in einer Mitteilung an die Mitarbeitenden angekündigt. In der offiziellen Mitteilung der Bundesbank in Frankfurt heißt es, er trete "aus persönlichen Gründen" zurück.

Zuletzt hatte sich Weidmann allerdings für einen stärkeren Kampf gegen die Inflation ausgesprochen.

Seit mehr als 10 Jahren ist Jens Weidmann Chef der Bundesbank - und es war bekannt, dass der 53-Jährige oft eine andere Position einnahm als die Europäische Zentralbank. Mit der aktuellen Chefin Christine Lagarde versteht sich Weidmann persönlich gut, doch wie mit deren Vorgänger Mario Draghi hat Jens Weidmann Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf die Geldpolitik.

Es werde entscheidend sein, schreibt Jens Weidmann jetzt, "nicht einseitig auf Deflationsrisiken zu schauen, sondern auch perspektivische Inflationsgefahren nicht aus dem Blick zu verlieren".

Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat auf Twitter reagiert und den Rücktritt von Jens Weidmann bedauert. "Jens ist ein gute persönlicher Freund, auf dessen Loyalität ist immer zählen kann", steht in ihrer Nachricht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel dankte Weidmann für die geleistete Arbeit. Experten gehen davon aus, dass die neue Bundesregierung keinen Gegner oder keine Gegnerin der EZB-Meinungsmehrheit an die Spitze der Bundesbank berufen wird.

Und was macht Weidmann jetzt?

In den kommenden zwei Jahren darf Weidmann keinen Job in der Finanzwirtschaft annehmen, er bekommt aber eine Pension. 

Einen neuen Posten habe der 53-Jährige noch nicht, hieß es.

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