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Wie sich Podlachien in Polen bei Investoren profiliert

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Von Damon Embling
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Podlaskie oder auch Podlachien im Nordosten Polens ist eine ländliche Region, die zunehmend durch Geschäftigkeit auffällt. Denn Podlaskie will Investitionen in Schlüsselsektoren wie Technologie, IT, Biowissenschaften und Bauwesen ankurbeln.

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Podlaskie oder auch Podlachien im Nordosten Polens ist eine ländliche Region, die  zunehmend durch Geschäftigkeit auffällt. Denn Podlaskie will Investitionen in Schlüsselsektoren wie Technologie, IT, Biowissenschaften und Bauwesen ankurbeln.

An der Kreuzung von europäischen und asiatischen Handelsrouten gelegen und reich an dem Rohstoff Holz aus den vielen Wäldern, hofft man hier auf Einnahmen. 

Schwedens Einrichtungshaus IKEA ist schon da, in dem Dorf Orla, wo das Unternehmen mit 250 Beschäftigten hochdichte Faserplatten (HDF) herstellt, die in den weltweit verkauften Möbelstücken stecken. 

Holz für IKEA

Die Anbindung und die Verfügbarkeit von Rohstoffen haben die Wahl des Standorts beeinflusst, sagt der Bereichsleiter Dmitrii Almukhametov. 

"Diese Entscheidung wurde wegen der guten Infrastruktur dieser Region, der Straße und der Eisenbahn, und der nahen Holzressourcen in den Staatswäldern getroffen."

IKEA sagt, dass sich Nachhaltigkeit durch die gesamte Produktion zieht. Von dieser Anlage, die Wind- und Sonnenenergie nutzt, bis hin zur verantwortungsvollen Beschaffung von Holz.

"Wir beziehen unser gesamtes Holz aus den staatlichen Wäldern. Das bedeutet, dass das Holz aus nachhaltigen Ressourcen stammt und wieder aufgeforstet wird. Dieser Prozess ist international zertifiziert, so dass wir sicher sein können, dass alle unsere Materialien nachhaltig sind", sagt Dmitrii Almukhametov.

Podlaskie will ein größeres Stück vom Kuchen

Polen hat sich zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort in der EU entwickelt und zieht ausländische Direktinvestitionen an. Die eingehenden Investitionen hatten 2021 ein  Rekordhoch von mehr als 23,5 Milliarden Euro (UNCTAD) erreicht - im Vergleich zu knapp über 13 Milliarden Euro im Vorjahr.

Jetzt will Podlaskie ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen, mehr einheimische Unternehmen hervorbringen und sich weltweit profilieren.

Artur Kosicki ist Kommunalpolitiker in der Region Podlaskie. "Es gab viele positive Signale aus der Welt, aus Asien, dass potenzielle Investoren hier investieren wollten. Was geschah? Covid, der Krieg in der Ukraine und die Situation in Belarus haben potenzielle Investoren abgeschreckt. Es ist wichtig, dass die Unternehmen wissen, dass es hier sicher ist und auch in Zukunft sein wird, denn nur dann werden sie sich hier ansiedeln wollen."

Das Unternehmen AimControllers in der Stadt Kolno stellt individuelle Controller für Spielegeräte her. Es wurde von Maciej gegründet, nachdem er aus Großbritannien in seine Heimatstadt zurückgekehrt war. Heute ist es ein Familienunternehmen, das seine Produkte weltweit verkauft.

Geschäftsführerin Eliza Cudakiewicz sagt: "Wir haben eine Niederlassung in den Vereinigten Staaten, die Teile von Kanada, den USA und Mexiko abdeckt. Und uach in Europa. Wir planen, auch nach China, Japan und Singapur zu expandieren."

Ressourcen und Geschäfte näher an die Heimat holen

Podlaskie, bekannt als die "grüne Lunge" Polens, will auch ein Investitions- und Innovationszentrum für den Agrar- und Ernährungssektor werden. Mann will Wissen und Erfahrung weitergeben, um durch den Einsatz von Technologie die Effizienz und Nachhaltigkeit zu steigern.

Ein Unternehmen, das Lebensmittel aus lokal bezogenem Getreide herstellt und bereits in seine eigene Zukunft investiert, ist Podlaskie Zakłady Zbożowe S.A.. bereits in seine eigene intelligente Zukunft.

"Wir haben eine vollständige Prozessautomatisierung, der gesamte Prozess wird von Computern überwacht, wir haben Verpackungsroboter, Reinigungsmaschinen. Wir sehen auch, dass sich die Unternehmen in Podlasie (Podlachien) in Sachen Technologie stark entwickeln", so die Vorstandsvorsitzende Sylwia Majewicz.

Mit Blick auf die Zukunft hofft Podlachien, ein alternativer Markt für Investoren zu werden, auch für diejenigen, die ihre Geschäfte näher an der Heimat tätigen wollen. "In Anbetracht der Lage auf den Weltmärkten und der Transport- und Verteilungsprobleme während der Covid-19-Pandemie hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, Ressourcen in der Nähe zu haben", so Jaroslaw Antychowicz, Präsident, Industrie- und Handelskammer von Bialystok, der Hauptstadt der Region.

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