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Paris und Seoul wollen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus beitragen

Der französische Präsident Emmanuel Macron und sein südkoreanischer Amtskollege Lee Jae Myung bei ihrem Treffen im Blauen Haus in Seoul, Südkorea, am Freitag, den 3. April 2026.
Der französische Präsident Emmanuel Macron und sein südkoreanischer Amtskollege Lee Jae Myung bei ihrem Treffen im Blauen Haus in Seoul, Südkorea, am Freitag, den 3. April 2026. Copyright  (Jung Yeon-je/Pool Photo via AP)
Copyright (Jung Yeon-je/Pool Photo via AP)
Von Etienne Paponaud mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Die Präsidenten Frankreichs und Südkoreas haben am Freitag eine Zusammenarbeit vereinbart, um zur Wiederöffnung der Straße von Hormus beizutragen und die durch den Krieg im Nahen Osten ausgelösten Unsicherheiten für die Weltwirtschaft abzumildern.

Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung begrüßte seinen französischen Amtskollegen Emmanuel Macron in Seoul vor dem Hintergrund der weltweiten Unsicherheiten, die der Krieg im Nahen Osten ausgelöst hat.

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Am Freitag vereinbarten die beiden Präsidenten, zusammenzuarbeiten, um zur Wiederöffnung der Straße von Hormus beizutragen und die durch den Krieg im Nahen Osten verursachten globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten abzumildern.

Der Besuch von Emmanuel Macron, der von Ministerin Catherine Vautrin begleitet wurde, soll die Beziehungen zu Südkorea weiter vertiefen.

Laut südkoreanischen Medien sagte der französische Präsident zu Beginn des Treffens mit seinem Amtskollegen, dass beide Länder eine Rolle bei der Stabilisierung der Lage im Nahen Osten spielen könnten - einschließlich in Bezug auf die Straße von Hormus.

In einer anschließenden gemeinsamen Fernseh-Pressekonferenz betonte Emmanuel Macron, dass Frankreich und Südkorea zusammenarbeiten müssten, um zur Wiederöffnung der Meerenge und zum Abbau der Spannungen im Nahen Osten beizutragen. Lee Jae Myung erklärte seinerseits, die beiden Staatsoberhäupter hätten "ihre Entschlossenheit bekräftigt, zusammenzuarbeiten, um die Sicherheit des Seewegs durch die Straße von Hormus zu gewährleisten".

Die beiden Politiker beantworteten keine Fragen und machten keine näheren Angaben dazu, wie sie zur Wiederöffnung der Meerenge beitragen wollen. Die schmale Wasserstraße zwischen Iran und Oman, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Ölhandels läuft, ist von zentraler Bedeutung für die internationale Wirtschaft. Aufgrund seiner starken Energieabhängigkeit von den Golfstaaten ist Südkorea besonders anfällig für die Folgen einer Blockade der Meerenge.

Das Gipfeltreffen in Seoul fand zu einem Zeitpunkt statt, als US-Präsident Donald Trump seine Verbündeten scharf dafür kritisierte, dass sie den von den USA und Israel geführten Krieg gegen Iran nicht unterstützten. Emmanuel Macron besuchte Südkorea zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt 2017. Zuvor hatte ihn seine Asienreise bereits nach Japan geführt - im Vorfeld des G7-Gipfels in Evian im Juni.

Abkommen zu Atomkraft, Windkraft und kritischen Mineralien

Lee Jae Myung sagte, er und Emmanuel Macron hätten vereinbart, die Zusammenarbeit in den Bereichen Technologie, Energie und weiteren Sektoren auszubauen. Südkoreanische und französische Beamte unterzeichneten außerdem Vereinbarungen zur Zusammenarbeit bei Lieferketten für Kernbrennstoffe, zu gemeinsamen Investitionen in ein Offshore-Windkraftprojekt im Süden Südkoreas sowie zur Kooperation bei kritischen Mineralien.

Macrons Asienreise fällt in eine Phase, in der Donald Trump seinen Unmut gegenüber Verbündeten immer deutlicher zum Ausdruck bringt. In einer Rede am Mittwoch sagte Trump, die Amerikaner "brauchen" die Meerenge nicht, aber die Länder, die darauf angewiesen seien, "müssen sie sich nehmen".

"Südkorea soll sich darum kümmern, wissen Sie, wir haben dort nur 45.000 Soldaten in Gefahr, direkt neben einer Atomstreitmacht - Südkorea soll sich darum kümmern", sagte Donald Trump. "Soll sich doch Japan darum kümmern. Sie beziehen 90% ihres Öls aus dieser Meerenge. Soll sich China darum kümmern."

Emmanuel Macron erklärte hingegen, dass eine Wiederöffnung der Straße von Hormus durch eine Militäroperation unrealistisch sei.

Südkoreanische Beamte erklärten, man stehe in dieser Frage mit Washington in Kontakt. Zudem plane Seoul nicht, Transitgebühren an Iran zu zahlen, um den Treibstofftransport durch die Meerenge sicherzustellen.

Zweifel an den amerikanischen Schutzgarantien

Die USA stationieren rund 28.000 Soldaten in Südkorea - nicht die von Donald Trump genannten 45.000. Die Präsenz der US-Truppen in Südkorea dient dazu, mögliche Aggressionen Nordkoreas abzuschrecken.

Während die US-Stützpunkte in Japan und Südkorea weiterhin die wichtigste Sicherheitsgarantie für beide Verbündete darstellen, wird die Verlässlichkeit der Zusagen Washingtons zunehmend infrage gestellt.

Anfang März wurden Südkorea ohne vorherige Absprache Raketenabwehrsysteme des Typs Terminal High Altitude Area Defense abgezogen, um sie im Nahen Osten zu stationieren. In Japan wurden 2.500 auf dem Archipel stationierte US-Marines in den Nahen Osten verlegt.

Tokio und Seoul zweifeln mehr denn je an ihrem amerikanischen Schutzpatron und fragen sich, wie Washington im Falle einer Krise auf der koreanischen Halbinsel oder in Taiwan reagieren würde.

Wie Japan erhöht auch Südkorea seinen Militärhaushalt und beschleunigt die Annäherung - insbesondere im Verteidigungsbereich - an andere Mittelmächte wie Frankreich, Deutschland und Italien.

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