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US-Finanzministerium setzt Banken gegen iranische Geldwäsche-Netzwerke ein

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und US-Finanzminister Scott Bessent nehmen an der Ankunftszeremonie von König Charles III. im Weißen Haus teil, 28. April 2026
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und US-Finanzminister Scott Bessent nehmen an der Ankunftszeremonie von König Charles III. im Weißen Haus teil, 28. April 2026 Copyright  AP Photo/Mark Schiefelbein
Copyright AP Photo/Mark Schiefelbein
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
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Das US-Finanzministerium fordert Banken auf, iranische Geldwäsche-Netzwerke rund um sanktioniertes Öl schärfer zu überwachen, um den Druck auf Teheran in den festgefahrenen Atomgesprächen zu erhöhen.

Das US-Finanzministerium will die ausgefeilten Finanzstrukturen zerschlagen, mit denen Iran internationale Handelsbeschränkungen umgeht, und Teheran zu einem Abkommen drängen. Es fordert deshalb die Bankenbranche auf, Transaktionen strenger zu prüfen.

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Die Initiative bindet private Kreditinstitute ein. Sie sollen geheime Netzwerke aufspüren, die über Briefkastenfirmen und digitale Vermögenswerte Kapital verschieben, um Erlöse aus sanktionierten Ölverkäufen zu verschleiern.

Vor allem US-Banken sollen Öllieferungen mit der Kennzeichnung „Malaysian blend“ genau beobachten. Diese Bezeichnung in Frachtpapieren diene häufig dazu, iranische Herkunft zu verbergen, heißt es.

Weitere Warnsignale sind laut Behörden fehlende oder offensichtlich gefälschte Frachtpapiere sowie Schiff-zu-Schiff-Umladungen auf offener See. Solche Manöver sollen die wahre Herkunft der Ladung verschleiern.

Es ist der jüngste Schritt einer koordinierten Kampagne der US-Regierung mit dem Namen „Economic Fury“, die im April gestartet ist. Die Initiative soll „maximalen wirtschaftlichen Druck“ aufbauen und das iranische Regime finanziell isolieren, indem sie seine wichtigsten Einnahmequellen systematisch austrocknet.

Am Montag bekräftigte US-Finanzminister Scott Bessent das Festhalten der Trump-Regierung an dieser Strategie. Er gab bekannt, dass die USA zwölf Personen und Firmen als Helfer der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) beim Verkauf und Versand von iranischem Öl eingestuft haben.

Bessents jüngste Äußerungen zur Initiative „Economic Fury“

Internationale Schifffahrtsdrehkreuze im Visier der US-Behörden

Auch internationale Schifffahrtsdrehkreuze geraten verstärkt in den Fokus.

Nach Angaben des Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), einer Behörde im US-Finanzministerium, haben die USA Dutzende Reedereien mit Sitz im Irak, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Hongkong als Beteiligte am Transport sanktionierten iranischen Öls identifiziert.

In einem am Montag veröffentlichten Bericht kommen US-Behörden zu dem Schluss, dass diese Firmen im Jahr zweitausendvierundzwanzig Geschäfte im Wert von rund vier Milliarden Dollar (3,4 Milliarden Euro) mit iranischen Ölunternehmen abgewickelt haben. Mindestens 707 Millionen Dollar (602 Millionen Euro) davon liefen demnach über Konten in den Vereinigten Staaten.

Bereits im April hatte das US-Finanzministerium offizielle Schreiben an Finanzinstitute in China, Hongkong, den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Oman zu dem Thema verschickt.

Darin warnte Washington eindringlich, dass sekundäre US-Sanktionen gegen jede Institution verhängt werden können, die iranische Geschäfte erleichtert. Zugleich werfen die Schreiben den betreffenden Staaten vor, illegalen Transaktionen mit nur begrenzter Kontrolle den Weg durch ihre Bankensysteme zu ebnen.

Angesichts einer zunehmend brüchigen Waffenruhe und stockender Verhandlungen bleibt die Drohung, vom Dollar-System abgeschnitten zu werden, für Washington ein scharfes Druckmittel. So will die US-Regierung Irans Wirtschaft weiter isolieren und die Revolutionsgarde unter Druck setzen.

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