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Techmilliardär Jeff Bezos prüft Einstieg bei Liverpool, mehr US-Investoren kaufen britische Klubs

Archiv: Liverpool-Profi Federico Chiesa und Dominik Szoboszlai in der zweiten Halbzeit eines Testspiels gegen Sunderland AFC am 25. Juli 2026 in Nashville.
Archivfoto: Liverpool-Spieler Federico Chiesa und Dominik Szoboszlai in der zweiten Halbzeit eines Vorbereitungsspiels gegen Sunderland AFC am 25. Juli 2026 in Nashville, Tennessee. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved (AP Photo/George Walker IV)
Copyright Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved (AP Photo/George Walker IV)
Von Indrabati Lahiri
Zuerst veröffentlicht am
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Mehrere andere US-Milliardäre wie Mark Walters und Todd Boehly sind ebenfalls im britischen Fußball und in anderen Sportarten engagiert.

Jeff Bezos steht kurz vor einem Einstieg beim Liverpool Football Club. Als Teil eines Konsortiums, dem auch Facebook-Mitgründer Eduardo Saverin angehört, verhandelt er über den Kauf einer Beteiligung.

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Die Investorengruppe wird von Amit Bhatia geführt, dem Schwiegersohn des Stahlmagnaten Lakshmi Mittal. Nach Informationen von Sky News verhandelt sie über mehr als die zunächst gemeldeten 30 Prozent.

Die Fenway Sports Group (FSG), seit 2010 Eigentümerin des Klubs, könnte die Vereinbarung in den nächsten Tagen bekanntgeben.

Der Deal würde den Premier-League-Klub mit 4,4 Milliarden Pfund (5,15 Milliarden Euro) bewerten – eine der höchsten Bewertungen, die ein Fußballverein je erreicht hat. FSG hatte Liverpool einst für lediglich 300 Millionen Pfund übernommen.

Kommt die Transaktion zustande, wäre es Bezos’ erster Einstieg als Sportinvestor. Der Amazon-Gründer hatte zuvor Angebote für zwei NFL-Teams, die Seattle Seahawks und die Washington Commanders, geprüft, diese Pläne aber wieder verworfen.

Weder Liverpool noch FSG haben die Berichte bislang kommentiert.

In den vergangenen Jahren sind mehrere US-Unternehmer bei britischen Sportklubs eingestiegen, vor allem im Fußball.

US-Milliardäre wie Mark Walter treiben die Entwicklung voran. Walter besitzt den FC Chelsea gemeinsam mit Todd Boehly und dem Mehrheitsinvestor Clearlake Capital.

Woody Johnson hält eine Beteiligung an Crystal Palace. Er stößt damit zu den US-Investoren Josh Harris und David Blitzer, die den Klub bereits kontrollieren.

Bill Foley und Schauspieler Michael B. Jordan sind beim Klub aus Bournemouth beteiligt. Die Friedkin Group um Dan Friedkin hält eine Mehrheitsbeteiligung am FC Everton.

Ein wichtiger Treiber dieses Trends ist die stark wachsende Fußballbegeisterung in den USA. Zugleich verschließen andere große Profiligen wie MLB und NFL zunehmend den Markt für neue Käufer oder werden schlicht zu teuer.

Der Einstieg in einen Premier-League-Klub gilt für Milliardäre aus der Tech- und Finanzbranche dagegen noch als vergleichsweise erschwinglich.

Zusätzlichen Schwung erhalten die Investitionen durch erfolgreiche Serien wie „Welcome to Wrexham“ und „Ted Lasso“, die in den vergangenen Jahren das Interesse weiter gesteigert haben.

Der Wandel beschränkt sich jedoch nicht nur auf Fußballklubs oder US-Geldgeber. Mehrere amerikanische Investmentgruppen interessieren sich inzwischen auch für andere britische Sportarten wie Rugby, Cricket und Motorsport.

Black Knight Sports und Entertainment, bereits Eigentümer von Bournemouth, hat Ende Juni die Übernahme des Premiership-Rugbyklubs Exeter Chiefs abgeschlossen.

Stonewood Capital Management aus Pittsburgh wurde im Mai mit dem Einstieg bei den Cornish Pirates zum ersten amerikanischen Eigentümer eines englischen Rugbyvereins.

Auch der österreichische Energydrink-Konzern Red Bull ist in den englischen Rugbysport eingestiegen. Das Unternehmen hat die Newcastle Falcons vollständig übernommen, die inzwischen unter dem Namen Newcastle Red Bulls antreten.

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