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Spotify kennzeichnet KI-Künstlerprofile mit neuem „AI-Persona“-Badge

Spotify kennzeichnet KI-Künstlerprofile mit „AI Persona“-Abzeichen
Spotify kennzeichnet KI-Künstlerprofile mit „AI Persona“-Badges Copyright  Credit: Spotify
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Von Theo Farrant
Zuerst veröffentlicht am
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Spotifys Schritt erfolgt, während KI-Musik Streamingdienste überflutet. Deezer meldete, dass KI-Titel im Juni mehr als die Hälfte aller neuen täglichen Uploads ausmachten.

Der Musikstreaming-Riese Spotify will ab September bei bestimmten Künstlerprofilen einen Hinweis „AI Persona“ einführen. Nutzerinnen und Nutzer sollen so erkennen, wenn die Musik eines Acts möglicherweise mithilfe künstlicher Intelligenz entstanden ist.

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Außerdem nimmt Spotify solche AI-Personas aus redaktionellen und algorithmischen Empfehlungen heraus. So soll Musik von echten Musikerinnen, Musikern und Künstlerinnen, Künstlern besser sichtbar werden.

Künstlerinnen und Künstler können künftig selbst angeben, ob sie sich als AI Persona verstehen. Parallel prüft die Plattform Profile, die wie rein KI-generierte Identitäten wirken.

Auch das Publikum kann Profile melden, die das Team von Spotify überprüfen soll.

„Künstlerinnen und Künstler nutzen KI sehr unterschiedlich als kreatives Werkzeug. Doch bei der Frage, ob ein Profil einen echten Menschen repräsentiert, kann Spotify eine klare Einschätzung geben“, heißt es in einer Mitteilung von Spotify.

Die Mitteilung betont weiter: „Die Kennzeichnung bezieht sich auf die öffentliche Identität des Acts, nicht auf die Produktionsweise der Musik.“

Musikindustrie: Sorge über KI-Musik wächst

Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der die Branche zunehmend über die Masse an KI-generiertem musikalischem Einheitsbrei auf Streaming-Plattformen klagt.

Im Juni meldete der französische Streamingdienst Deezer , dass KI-generierte Titel bei den täglichen Neueinlieferungen erstmals mehr als die Hälfte ausmachten.

Daraufhin kündigte die Plattform an, generative-KI-Tracks zu löschen, die für betrügerische Streams eingesetzt werden, sowie Songs, die seit mindestens sechs Monaten nicht mehr abgespielt wurden.

Auch Spotify kämpft mit ähnlichen Problemen. Im vergangenen Jahr nahm der Dienst innerhalb von zwölf Monaten 75 Millionen Spam-Titel aus dem Angebot, weil KI-Tools eine Welle minderwertiger und betrügerischer Musik ausgelöst hatten.

Der beunruhigende Erfolg von KI-Musik

The Velvet Sundown zeigte früh, wie leicht sich KI-Künstler im Mainstream durchsetzen können. Das psychedelische Rockprojekt tauchte 2025 bei Spotify auf, gewann rasch mehr als eine Million monatliche Hörerinnen und Hörer und veröffentlichte im Juni zwei Alben.

Die angeblich vier Mitglieder – mit Namen, angeführt von Sänger und „Mellotron-Zauberer“ Gabe Farrow, dazu Fotos und ausführlichen Biografien – ließen die Band wie ein echtes Quartett aus den USA wirken.

KI-generiertes Bild der fiktiven Band The Velvet Sundown
KI-generiertes Bild der fiktiven Band The Velvet Sundown Credit: The Velvet Sundown

Schon bald kamen Zweifel auf. Nutzerinnen und Nutzer auf Reddit stellten die Echtheit der Band infrage, nachdem ihre Songs in den Discover-Weekly-Playlists von Spotify auftauchten. Bilder und Werbematerial wirkten deutlich künstlich.

Zunächst wiesen die eigenen Social-Media-Accounts der Band die Vorwürfe zurück. Man beharrte darauf, die Musik stamme von „echten“ Menschen mit „echten Instrumenten, echten Köpfen und echter Seele“.

Schließlich passte The Velvet Sundown das Profil bei Spotify an und räumte die Wahrheit ein. Die Band bezeichnete sich nun als „synthetisches Musikprojekt unter menschlicher kreativer Leitung“, dessen Musik, Stimmen, Texte und Bildwelt mithilfe von KI entstehen.

Die Gruppe zählt weiterhin mehr als 100.000 monatliche Hörerinnen und Hörer, mehrere Songs kommen auf über eine Million Streams.

Das Phänomen zeigt sich inzwischen auch in klassischen Erfolgskennzahlen. Das KI-generierte Country-Projekt Breaking Rust erreichte mit „Walk My Walk“ Platz eins der Country Digital Song Sales Charts des „Billboard“.

Der virale Song verzeichnet auf Spotify inzwischen fast 30 Millionen Streams.

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