Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Apple-Chef warnt: Preiserhöhungen wegen teurer KI-Chips unvermeidlich

Archivbild: Apple-Chef Tim Cook zeigt dem Fotografen in den Gängen der 56. Jahrestagung des WEF in Davos in der Schweiz das Victory-Zeichen. 20. Januar 2026
Archivbild: Apple-Chef Tim Cook zeigt in den Fluren des WEF bei der 56. Jahrestagung in Davos, Schweiz, einem Fotografen das Victory-Zeichen. 20. Januar 2026 Copyright  Gian Ehrenzeller/Keystone via AP
Copyright Gian Ehrenzeller/Keystone via AP
Von Doloresz Katanich
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Tim Cook warnt, Apple könne die rasant steigenden Preise für Speicherchips durch den KI‑Boom nicht mehr schlucken. Kundinnen und Kunden müssen wohl mit höheren Preisen rechnen, die Tech‑Branche fürchtet zusätzliche Inflation.

Der scheidende Apple-Chef Tim Cook hat angekündigt, dass der Konzern die Preise für einige Produkte anheben wird. Die rasant steigenden Kosten für Speicherchips infolge des Booms bei Künstlicher Intelligenz ließen sich kaum noch auffangen.

WERBUNG
WERBUNG

In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit dem Wall Street Journal sprach Cook von „unvermeidlichen“ Preiserhöhungen. Kundinnen und Kunden müssten daher wohl bald mehr für Geräte von Apple bezahlen.

Seine Warnung fällt in eine Phase, in der die Nachfrage nach Speicherchips mit dem schnellen Ausbau von KI-Infrastruktur und Rechenzentren stark anzieht. Speicherbausteine sind sowohl für KI-Systeme als auch für Unterhaltungselektronik wie Smartphones, Laptops und Tablets unverzichtbar.

Nach einer aktuellen Schätzung der Investmentbank Morgan Stanley haben sich die Preise für Speicherchips im vergangenen Jahr mehr als versechsfacht. Die Hersteller kommen mit der Produktion kaum hinterher.

Cooks Aussagen deuten zudem auf einen breiteren Kostendruck in der gesamten Tech-Branche hin.

Morgan Stanley hat durchgerechnet, wie stark die Verkaufspreise steigen müssten, wenn Hersteller die höheren Speicherkosten vollständig weiterreichen würden. Bei Smartphones wären demnach im Schnitt Aufschläge von rund 34 % nötig, bei PCs von 67 %, bei Servern von 83 % und bei Speicherlösungen von 14 %. Die Zahlen zeigen vor allem, wie groß der Kostendruck auf Technologieunternehmen inzwischen ist; sie gelten nicht als konkrete Prognose für Ladenpreise.

„Wir tun alles, um die massiven Preiserhöhungen, die an uns weitergereicht werden, abzufedern, und wir haben versucht, unsere Kundinnen und Kunden davor zu schützen. Doch die Lage ist nicht mehr tragbar“, sagte Cook dem Blatt.

Cook wird nach 15 Jahren an der Spitze von Apple im September von John Ternus abgelöst.

Nach Angaben des Wall Street Journal hat der KI-Boom den Markt für Speicherchips grundlegend verändert. Apple konkurriert nun direkt mit großen KI-Anbietern und Rechenzentrumsbetreibern um verfügbare Kontingente. Dadurch hat der Konzern weniger Spielraum, um bei den Chip-Herstellern niedrigere Preise durchzusetzen.

Apple hat bislang weder genannt, welche Produkte teurer werden könnten, noch in welchem Ausmaß die Preise steigen.

Mögliche Preiserhöhungen dürften vor allem die wichtigsten Konsumprodukte treffen, darunter iPhones, Mac-Computer und iPads. Ob bestimmte Modelle im Fokus stehen, ließ der Konzern offen.

Das Wall Street Journal verweist auf Schätzungen des Analysehauses TechInsights. Demnach könnten Speicher- und Flash-Bauteile im iPhone 18 Pro Apple rund 196 US-Dollar kosten, nach etwa 52 US-Dollar beim iPhone 17 Pro. Der Unterschied spiegelt vor allem den kräftigen Preissprung bei DRAM-Chips für den Arbeitsspeicher und NAND-Flash-Chips für die dauerhafte Datenspeicherung wider.

Die nächste große Produktvorstellung von Apple wird im September erwartet. Dann dürfte der Konzern die Modellreihe iPhone 18 vorstellen.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Taschkent-Forum stellt neue Roadmap für Investitionen und Wachstum vor

Firma ohne Chefs: Dänisches Unternehmen organisiert sich selbst

BMW warnt vor deutlichem Gewinneinbruch, Aktie fällt um sieben Prozent