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Immobilienpreise und Mieten: Wo steigen sie Anfang 2026 am stärksten?

Blick auf Uferpromenade und Hotels in Opatija an der kroatischen Adriaküste, Samstag, 15. Mai 2021.
Blick auf Uferpromenade und Hotels in Opatija, Kroatien, am Samstag, dem 15. Mai 2021. Copyright  Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Von Servet Yanatma
Zuerst veröffentlicht am
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Zu Beginn 2026 stiegen Immobilienpreise und Mieten in fast allen EU-Staaten. In einigen Ländern legten die Preise um rund zehn Prozentpunkte stärker zu als die Inflation.

Zu Beginn 2026 sind die Immobilienpreise und Mieten in der gesamten EU weiter gestiegen. Zugleich gaben die privaten Haushalte 2025 im Schnitt fast ein Fünftel (18,9 %) ihres verfügbaren Einkommens fürs Wohnen aus. In einigen Ländern lag dieser Anteil bei über 30 %.

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Im ersten Quartal 2026 verteuerten sich Wohnimmobilien in der EU gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,1 %, die Mieten stiegen um 3,0 %. Beide Werte lagen damit über der EU-Inflationsrate von 2,3 %. Das Tempo des Anstiegs unterschied sich jedoch deutlich zwischen den Ländern, wie Eurostat berichtet.

Welche Länder verzeichneten in diesem Zeitraum die größten jährlichen Zuwächse bei Kaufpreisen und Mieten?

Unter den 28 europäischen Staaten mit verfügbaren Daten – alle EU-Länder außer Griechenland sowie Norwegen und Island – legten die Kaufpreise fast überall zu. Einzige Ausnahme war Finnland, wo sie zwischen dem ersten Quartal 2025 und dem ersten Quartal 2026 um zwei Prozent sanken.

Den stärksten Anstieg meldete Portugal mit plus 17,8 %, dicht gefolgt von Bulgarien (14,8 %), der Slowakei (14,4 %) und Kroatien (14,3 %).

Spanien führt große EU-Volkswirtschaften an**,** Frankreich tritt auf der Stelle

Unter den großen Volkswirtschaften der EU verzeichnete Spanien mit 12,8 % den höchsten Preissprung und landete damit EU-weit auf Rang fünf. In Frankreich zogen die Kaufpreise lediglich um 0,1 % an – der geringste Zuwachs aller Länder, abgesehen von Finnland mit sinkenden Preisen.

In Italien (5,2 %) lag der Anstieg knapp über dem EU-Durchschnitt. In Deutschland kletterten die Preise nur um 1,4 % und damit kaum stärker als in Frankreich.

Zweistellige Zuwächse bei den Immobilienpreisen gab es auch in Litauen (11,9 %), Ungarn (11,2 %), Lettland (10,9 %) und Tschechien (10,1 %).

Deutlich nach oben gingen die Preise zudem in Slowenien (9,3 %), Dänemark (8,3 %) und Rumänien (7,8 %).

Über dem EU-Schnitt lagen die Anstiege auch in Irland (6,8 %), Polen (sechs Prozent) und den Niederlanden (5,2 %).

Unter den nordischen Ländern lag nur Dänemark mit seinem Plus von mehr als drei Prozentpunkten über dem EU-Durchschnitt. Die anderen blieben darunter: Norwegen verzeichnete einen Anstieg um 4,6 %, Island um 2,8 % und Schweden um 2,6 %.

Immobilienpreise überholen Inflation in mehreren Ländern

Im selben Zeitraum verzeichnete Rumänien mit 8,6 % die höchste Inflation, gefolgt von Island (4,7 %) und Kroatien (4,1 %). In Rumänien und Island blieben die Immobilienpreise jedoch hinter der Inflation zurück – sie sind damit die deutlichsten Ausnahmen.

Ganz anders sieht es in den fünf Ländern mit den höchsten Preisanstiegen aus – Portugal, Bulgarien, Slowakei, Kroatien und Spanien. Dort lagen die Zuwächse bei den Kaufpreisen im Schnitt rund zehn Prozentpunkte über der Inflation.

Kroatien an EU-Spitze mit fast 40 Prozent Mietanstieg

Die Mieten in der EU stiegen zwischen dem ersten Quartal 2025 und dem ersten Quartal 2026 um drei Prozent, deutlich weniger als die Kaufpreise mit plus 5,1 %. Die Mieten erhöhten sich in allen 30 erfassten Ländern – den EU-Staaten sowie Norwegen, Island und der Schweiz. In Finnland und Slowenien lag das Plus allerdings nur bei 0,1 %.

Kroatien stach deutlich heraus: Dort legten die Mieten in diesem Zeitraum um 39,1 % zu. Immobilienexperte Mikk Kalmet von Global Property erklärte, die Mieten in Kroatien zeigten ein sehr dynamisches Wachstum, vor allem weil das Land für kurz- wie langfristige Vermietungen attraktiv sei – insbesondere im Vergleich zu etablierten Märkten wie Spanien oder dem Süden Frankreichs.

Bulgarien (10,5 %) war das einzige weitere Land mit zweistelligem Mietanstieg. Dahinter folgten Island (8,4 %), Rumänien (8,4 %) und Griechenland (8,1 %).

Unter den vier größten Volkswirtschaften der EU lag Italien (3,8 %) über dem Durchschnitt der Union. Spanien (2,5 %), Deutschland (2,2 %) und Frankreich (1,9 %) blieben darunter.

In Lettland (6,7 %), Tschechien (6,2 %), der Slowakei (5,7 %) und Portugal (5,1 %) kletterten die Mieten um mehr als fünf Prozent.

So stark haben sich die Preise in wenigen Monaten verändert – und warum

Auch über kürzere Zeiträume hinweg fielen die Anstiege bei Kaufpreisen und Mieten deutlich aus.

Im Vergleich zum vierten Quartal 2025 stiegen die Hauspreise in der EU im ersten Quartal 2026 um 1,2 %, die Mieten legten um 0,7 % zu. Gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2025 erhöhten sich die Kaufpreise im ersten Quartal 2026 um 2,9 %, die Mieten um 1,8 %.

In Kroatien schnellten die Mieten im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2025 um fast 25 % nach oben.

Zu den steigenden Kaufpreisen Ende 2025 sagte Mikk Kalmet, die hohen Baukosten und der Mangel an neuen Wohnungen begrenzten das Angebot weiterhin, während die robuste Nachfrage die Preise weiter nach oben treibe.

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