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Ölpreise und US-Anleiherenditen steigen: Trump und Iran fordern gegenseitige Entschädigung

US-Präsident Donald Trump spricht im Oval Office bei einem Treffen zur Unterzeichnung einer Impf-Verordnung am zehnten August 2026.
US-Präsident Donald Trump spricht während eines Treffens im Oval Office, bei dem er eine Anordnung zu Impfstoffen unterzeichnet, am zehnten August 2026. Copyright  AP Photo/Jacquelyn Martin
Copyright AP Photo/Jacquelyn Martin
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
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Ölpreise und Renditen von US-Staatsanleihen steigen: Trump kontert Irans Forderung nach Kriegsentschädigung mit umfassender Gegenklage, Einigung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus rückt in Ferne.

Ölpreise und Renditen von US-Staatsanleihen sind zuletzt im Gleichschritt gestiegen. Händler gehen davon aus, dass der Schlagabtausch über Entschädigungsforderungen zwischen den USA und Iran eine mögliche Einigung in noch weitere Ferne rückt.

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Der US-Präsident erklärte am Montag, er habe seine Unterhändler angewiesen, von Iran Zahlungen zu verlangen. Es gehe um Amerikaner, die bei Angriffen getötet oder verletzt wurden, die er seit Jahrzehnten Teheran zuschreibt – darunter der Anschlag auf den Zerstörer USS Cole im Jahr 2000 – sowie um Iraner, die bei Niederschlagung von Protesten ums Leben kamen.

In einem weiteren Beitrag auf der Plattform Truth Social weitete er die Forderung aus. Iran solle auch für „die Schäden und den Tod, die den Menschen im Libanon, in Syrien, im Jemen und im Gazastreifen zugefügt wurden“, bezahlen.

Teheran, dessen Vertreter Entschädigung für fünf Monate US- und israelischer Bombardements verlangen, erklärt, die Straße von Hormus bleibe für die Schifffahrt gesperrt, bis Washington die Seeblockade aufhebt, Sanktionen beendet und eingefrorene iranische Vermögenswerte freigibt.

Das nächstfällige Brent-Terminkontrakt wurde am Dienstag bei rund 89,8 Dollar je Barrel gehandelt, West Texas Intermediate bei etwa 84,2 Dollar. Beide Preise lagen damit um rund 2,5 Prozent höher.

Auch der US-Anleihemarkt reagierte entsprechend. Die Renditen stiegen über die gesamte Laufzeitenkurve hinweg in einem moderaten weltweiten Ausverkauf: die zweijährige Anleihe lag über 4,25 Prozent, die zehnjährige über 4,7 Prozent, die dreißigjährige über 5,27 Prozent. Über alle Laufzeiten hinweg notieren die Renditen auf dem höchsten Niveau dieses Jahres.

Weil sich Renditen und Kurse gegenläufig entwickeln, zeigt der Anstieg, dass Anleger Staatsanleihen abstoßen. Sie rechnen damit, dass teureres Öl die Inflation anheizt und Argumente für höhere Zinsen liefert.

Geldmärkte sehen inzwischen für eine Zinserhöhung der Federal Reserve im September etwa gleiche Chancen. Die Inflationsdaten für Juli werden am Mittwoch veröffentlicht.

Straße von Hormus: USA reklamieren Kontrolle, Schiffsverkehr bleibt aus

Dass die Gespräche zwischen den USA und Iran derzeit ins Stocken geraten sind, scheint gewollt. US-Präsident Donald Trump bevorzugt nach jüngsten Äußerungen einen langsameren Kurs.

Dem Portal Axios sagte der US-Präsident in einem am Sonntag veröffentlichten Interview, die USA gingen „low-key“ vor. Washington verhandle nur halbherzig und schaue zu, wie Inflation und leere Kassen in Iran ihre Wirkung tun. Das signalisiert, dass Trump wirtschaftlichen Druck steigen lassen will, statt einen neuen Militäreinsatz anzuordnen.

Im Oval Office gab er sich am Montag demonstrativ siegessicher. Die USA kontrollierten „100 Prozent“ der Straße von Hormus, sagte er. Nur die US-Marine bestimme in der Region, amerikanische Kräfte hätten alle iranischen Minen geräumt und die Blockade der iranischen Häfen sei undurchdringlich.

Schifffahrtsdaten zeichnen jedoch ein anderes Bild.

Nach Daten des Analysehauses Kpler passieren derzeit nur rund sechs bis elf Schiffe pro Tag die Meerenge. Vor dem Krieg waren es 130 bis 140 täglich. Der Verkehr liegt damit seit Beginn des fünfmonatigen Konflikts nur bei einem Bruchteil des normalen Niveaus.

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