EUmies Awards 2026: Jury kürt Siegerprojekte, die bestehende Räume neu nutzen und in zeitgemäße, lebendige, nachhaltige Orte verwandeln.
Die Fundació Mies van der Rohe und die Europäische Kommission haben die Preisträgerinnen und Preisträger des Preises der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur, der Mies-van-der-Rohe-Auszeichnungen 2026, kurz EUmies, bekannt gegeben.
Die 1988 in Barcelona ins Leben gerufenen Auszeichnungen rücken herausragende Bauwerke in Europa sowie Diplomarbeiten frisch graduierter Architektinnen und Architekten ins Rampenlicht.
In diesem Jahr wählte die Jury die Gewinnerprojekte aus 410 nominierten Arbeiten aus. Sie zeigen, wie Architektur den Wandel hin zu einer nachhaltigen und bewussten Entwicklung vorantreiben kann.
Den EUmies Award Architecture 2026 erhält der Charleroi Exhibition Palace des Büros AgwA und von architecten jan de vylder inge vinck aus Belgien. Das Projekt steht für eine kluge Erneuerung eines Kongresszentrums aus den fünfziger Jahren im belgischen Charleroi.
Im Mittelpunkt steht die Umdeutung des Bestands. Die zentrale Halle wurde zu überdachten städtischen Terrassen umgebaut. Versiegelte, dunkle Flächen wichen nach einer Entmineralisierung einem grünen Park. In der Bekanntgabe der Gewinner sprach die EUmies-Jury von „einer Architektur, die Reparatur und Wiederverwendung als Entwurfswerkzeuge begreift“.
Den EUmies Award Emerging Architecture 2026 erhält das Projekt Temporary Spaces for the Slovenian National Theatre Drama von Vidic Grohar Arhitekti. Die Architektinnen und Architekten verwandelten einen verlassenen Industriekomplex in Ljubljana in einen öffentlich zugänglichen, vielseitig nutzbaren Ort.
„Ihre Projekte zeigen, wie Architektur unsere Lebensräume in nachhaltige, inklusive und inspirierende Orte verwandeln kann“, sagte Glenn Micallef, der Europäische Kommissar für Generationengerechtigkeit, Jugend, Kultur und Sport.
Die EUmies Awards Days finden am elften und zwölften Mai im Mies-van-der-Rohe-Pavillon und im Palau Victoria Eugenia in Barcelona statt.
Neben der Preisverleihung umfasst das Programm Gespräche mit Preisträgerinnen, Finalisten und Jurymitgliedern sowie eine Ausstellung mit den 40 ausgewählten Projekten.