Ihre Familie bestätigte den Tod über das offizielle Instagram-Profil der Schauspielerin. Im Fernsehen wurde sie mit den Telenovelas „Chocolate com Pimenta“, „Caminho das Índias“ und „Gabriela“ bekannt.
Die Schauspielerin Laura Cardoso ist in der Nacht zu diesem Dienstag in São Paulo im Alter von 98 Jahren gestorben. Der Tod wurde von ihrer Familie über das offizielle Instagram-Profil der Brasilianerin bestätigt (Quelle auf Portugiesisch).
„Unser großer Stern hat sich von uns verabschiedet. Laura Cardoso wird für immer in unseren Herzen bleiben. Danke für alles, unsere geliebte und ewige Laura Cardoso“, heißt es in der Botschaft, die in dem sozialen Netzwerk veröffentlicht wurde.
Laut Fátima Cardoso, der Tochter der Schauspielerin, so das Portal G1 (Quelle auf Portugiesisch), starb Laura am Montagabend. Sie fühlte sich in ihrer Wohnung im Stadtteil Sumaré im Westen von São Paulo unwohl.
Mit einer mehr als 80-jährigen Karriere in Fernsehen, Radio, Theater und Kino galt Laura Cardoso als eines der wichtigsten Gesichter der brasilianischen Dramaturgie. Sie wurde 1927 geboren und arbeitete schon als Teenager im Alter von 15 Jahren in Hörspielen beim Sender Rádio Cosmos.
Mit 25 Jahren gab sie 1952 ihr Fernsehdebüt in der Sendung „Tribunal do Coração“ des Senders TV Tupi. Seither spielte sie in mehr als 60 Telenovelas und gilt als brasilianische Schauspielerin mit den meisten Titeln in ihrer Laufbahn.
Bei TV Globo trat die Schauspielerin erstmals 1981 in der Telenovela „Brilhante“ von Gilberto Braga auf. In den folgenden Jahrzehnten wirkte sie in mehr als 20 Produktionen des Senders mit, darunter „Caminho das Índias“, „Gabriela“, „Chocolate com Pimenta“, „Império“ und „O Outro Lado do Paraíso“.
Ihre letzte Rolle im Fernsehen hatte sie 2019 in der Telenovela „A Dona do Pedaço“, die in Portugal beim Sender SIC ausgestrahlt wurde. Darin verkörperte sie die Figur Matilde.
In ihrer acht Jahrzehnte umspannenden Laufbahn erhielt Laura Cardoso die wichtigsten Kunstpreise Brasiliens. Dazu zählen fünf Trophäen der APCA (Associação Paulista de Críticos de Arte), der Oscarito-Preis des Festivals von Gramado für ihren Beitrag zum brasilianischen Kino, und 2006 zeichnete Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sie mit dem Orden des Kulturellen Verdienstes aus, einer der bedeutendsten Auszeichnungen des Landes im Kulturbereich.
Ihr letztes Projekt war der Kurzfilm „Dona Rosinha“ aus dem Jahr 2025, der das Thema Vernachlässigung älterer Menschen behandelt.