„Als erste afrikanische Künstlerin mit dieser weltweiten Auszeichnung schreibt die Beniner Ikone Geschichte und hebt Rhythmus, Kreativität und Würde unseres Landes auf ein neues Niveau“, sagte Präsident Romuald Wadagni.
„Wir Afrikanerinnen und Afrikaner wissen gar nicht, was wir der Welt geschenkt haben. Ohne uns gäbe es auf diesem Planeten keine Musik.“
Kraftvolle Worte der fünffachen Grammy-Preisträgerin, Schauspielerin und Aktivistin Angélique Kidjo. Seit mehr als 40 Jahren steht sie auf internationalen Bühnen und hat 18 Alben veröffentlicht.
Jetzt schreibt sie Geschichte: Sie ist die erste Schwarze Afrikanerin mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.
Die Zeremonie fand gestern in Los Angeles statt. Sie gilt als Meilenstein für die afrikanische Musik, zahlreiche Film- und Musikstars kamen, um den Triumph der 66-jährigen Sängerin mit beninisch-französischen Wurzeln zu feiern.
Harvey Mason Jr. von der Recording Academy würdigte Kidjo als „außergewöhnliche Künstlerin“.
„Dein Beispiel hat unsere weltweite Musikgemeinschaft auf ein neues Niveau gehoben, und deine Arbeit erinnert uns immer wieder daran, dass Musik mehr ist als Unterhaltung“, sagte er. „Sie stiftet Verbindung.“
„Dieser Stern ist ein dauerhaftes Symbol, er bleibt hier und steht für deine Erfolge“, so Mason Jr. weiter. „Aber dein eigentliches Vermächtnis lebt in den Menschen, die du berührt und inspiriert hast, in den Grenzen, die du eingerissen hast, und in den Verbindungen, die du überall auf der Welt geschaffen hast.“
Ihre Auszeichnung würdigte auch Benins Präsident Romuald Wadagni. In einem Facebook-Post schrieb er: „Als erste afrikanische Künstlerin, die diese weltweite Auszeichnung erhält, hat die beninische Ikone ihren Namen in die Geschichte eingeschrieben und die Rhythmen, die Kreativität und die Würde unserer gesamten Nation auf die höchste Ebene gehoben.“
Auch der gefeierte Schauspieler Willem Dafoe lobte Kidjos Energie auf der Bühne.
„Als ich Angélique zum ersten Mal live auftreten sah, fand ich ihre Musik, ihren Tanz und ihr Engagement überwältigend“, sagte Dafoe. „Sie ist ohne Zweifel die härtest arbeitende Frau im Showgeschäft.“
Dafoe erinnerte auch an Kidjos humanitäres Engagement und ihren Einsatz für die Batonga Foundation. Die Stiftung stärkt und fördert die Bildung junger Frauen in Afrika. Kidjo erfand das Wort „Batonga“ als Kind, als Antwort auf alle, die ihr sagten, Mädchen hätten im Klassenzimmer nichts zu suchen.
„Das ist kein symbolischer Promi-Auftritt“, sagte Dafoe. „Es ist eine Fortsetzung dessen, was sie mit ihrer Musik tut. Sie rüttelt uns auf, hebt uns an und erinnert uns daran, dass wir alle verbunden sind und dass Liebe und Verständnis der richtige Weg sind.“
Kidjo ist seit 2002 UNICEF-Sonderbotschafterin und regelmäßiger Gast auf internationalen Gipfeltreffen wie dem Weltwirtschaftsforum in Davos, wo sie für die Arbeit ihrer Stiftung wirbt.
Sie hat vor der UN-Vollversammlung gesungen, wurde beim G7-Gipfel 2019 zur Sprecherin der Initiative AFAWA (Affirmative Finance Action for Women in Africa) ernannt und trat bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio 2020 auf.
2021 zählte das US-Magazin Time sie zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt. Die BBC führte sie unter den 50 prägendsten Figuren Afrikas, die britische Zeitung The Guardian unter den 100 inspirierendsten Menschen weltweit.
Kidjos jüngstes Album, ihr 19. Studioalbum „HOPE!!“, ist im April 2026 erschienen.