Loader
Finden Sie uns
Werbung

Vivian Wilson greift KI und entfremdeten Vater Elon Musk in neuer Desigual-Kampagne an

Desigual-Kampagne: Elon Musks entfremdete Tochter Vivian Wilson wettert gegen KI und ihren Vater
Vivian Wilson, entfremdete Tochter von Elon Musk, attackiert KI und Vater in neuer Desigual-Kampagne Copyright  Screenshot Instagram Desigual
Copyright Screenshot Instagram Desigual
Von David Mouriquand
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Im neuen Desigual-Spot tritt Elon Musks entfremdete Tochter Vivian Wilson auf. Die Kampagne will zeigen: Wahre Rebellion bedeutet, sich dem System zu entziehen.

Elon Musks entfremdete älteste Tochter Vivian Wilson steht im Mittelpunkt einer provokanten Anti-KI-Kampagne des spanischen Modelabels Desigual.

WERBUNG
WERBUNG

Die Kampagne, inszeniert vom Regie-Trio PSG (Yukihiro ‚Sho‘ Shoda, Pau López und Gerardo del Hierro, früher unter dem Namen TURBO bekannt), zeigt, wie das trans Model, Aktivistin und Social-Media-Persönlichkeit klar Stellung gegen Künstliche Intelligenz bezieht.

Passend zum Kampagnentitel „Born to Disobey“ nutzt die 22-Jährige in einem Clip einen Roboter als Golftee, führt ihn an der Leine wie einen Hund und versucht, ihm das Wort „Desigual“ beizubringen. Der Roboter streikt immer wieder, bis Vivian am Ende feststellt: „Manches ist nicht dazu da, repariert zu werden.“

Laut einer Pressemitteilung will die Kampagne „eine klare Botschaft senden: Die größte Rebellion besteht nicht mehr darin, gegen das System zu kämpfen, sondern sich zu weigern, Teil davon zu sein. Wenn dich alles zum Gehorsam auffordert, lautet die Antwort Haltung, Ironie und die Freiheit, du selbst zu sein.“

Wilson sagte dem Magazin People (Quelle auf Englisch), es sei ihr wichtig gewesen, Haltung zu den Folgen von KI für die Modebranche zu zeigen, „weil sie talentierten Kreativen die Jobs wegnimmt und zugleich der Umwelt schadet“.

„Kunst ist Emotion durch Ausdruck“, ergänzte sie. „Da Emotion etwas zutiefst Menschliches ist, nimmt KI jeder Arbeit die innere Absicht und ersetzt sie durch plagiierten Einsatz von Farben und Formen.“

Vivian Wilson
Vivian Wilson Screenshot Instagram Desigual

Abgesehen von der deutlichen Anti-KI-Haltung ist der kaum kaschierte Seitenhieb auf Elon Musk schwer zu übersehen.

Vivian kam 2004 als Kind von Elon Musk und seiner ersten Frau Justine Wilson zur Welt. Mit 16 Jahren begann sie ihre Geschlechtsangleichung – mit Zustimmung beider Eltern. Elon Musk behauptete später, man habe ihn „dazu gebracht, Dokumente zu unterschreiben“, ohne zu wissen, worum es ging. Justine Wilson hingegen betonte, ihr Ex-Mann sei vollständig informiert gewesen. An ihrem 18. Geburtstag gewann Vivian einen Prozess, der ihr erlaubte, den Mädchennamen ihrer Mutter anzunehmen und damit alle Bande zu ihrem Vater zu kappen. Inzwischen arbeitet sie als Influencerin und Model und gilt in den USA als wichtige Stimme für trans Rechte.

Elon Musk erklärte öffentlich, sein Kind sei „tot“ und Vivian sei „vom woke mind virus infiziert“.

Vor diesem Hintergrund bekommen Sätze der Desigual-Kampagne wie „Er wurde zum Gehorsam programmiert. Ich nicht“ und „Manches ist nicht dazu da, repariert zu werden“ eine zusätzliche Ebene. Sie wirken nicht nur wie ein Appell gegen die KI-Technologien, die Elon Musk und andere vermarkten, sondern auch wie Seitenhiebe auf ihren entfremdeten Vater.

Auffällig ist auch der ständig ausfallende, völlig nutzlose Roboter im Spot, der auf den Namen DESI84 hört und dem Tesla Bot (Tesla Optimus) von Musks Firma verdächtig ähnlich sieht. Zufall?

DESI84
DESI84 Screenshot Instagram Desigual

Im vergangenen Jahr äußerte sich Vivian zu den Vorwürfen, Elon Musk habe bei der Amtseinführung von Donald Trump eine Nazi-Geste gezeigt.

„Ich sag es mal so: Lasst uns eine verdammte ‚Spade‘ auch ‚Spade‘ nennen“, schrieb sie (Quelle auf Englisch) auf der Plattform Threads von Instagram. „Erst recht, wenn zwei ‚Spades‘ hintereinander gemacht werden, ausgelöst durch die Reaktion auf die erste ‚Spade‘“ – eine Anspielung darauf, dass Musk den Gruß auf der Bühne zweimal zeigte.

Wilson widersprach auch der Behauptung, die Geste ihres Vaters lasse sich mit seinem „Autismus“ erklären.

„Ich verstehe nicht, warum ihr alle so heftig reagiert, ich rede doch offensichtlich nur über Kartenfarben“, witzelte sie später. „Ich meine, ich habe ADHS, und das hier war GANZ OFFENSICHTLICH nur ein Versehen, das die Leute zufällig so verstanden haben, als ginge es um etwas anderes als nur um Kartenfarben.“

Dann legte sie nach: „Schließlich gibt es keinen Beweis dafür, dass ich nicht einfach nur über Kartenfarben rede. Dass Menschen annehmen, ich würde über etwas anderes sprechen, zeigt nur, wie unehrlich Leute bzw. die Medien sein können.“

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Elon Musks Anti-Odyssee-Kampagne scheitert nach Drohung mit KI-Filmversion

Gebrochene Eheversprechen, Parfüm, Erotik: Die seltsamsten Fakten über Elon Musk

Vivian Wilson greift KI und entfremdeten Vater Elon Musk in neuer Desigual-Kampagne an